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Marathon: Bloß keine Experimente am Wettkampftag

Themen: Ausdauer Kondition Marathon

Marathon – alleine dieses Wort löst bei vielen Sportlern Gänsehaut aus. Für normale Läufer ist es die Königsdisziplin, und das nicht nur aus historischen Gründen. Der Trend geht jedoch eindeutig zu immer breiter besetzten Marathonveranstaltungen. Wir trafen uns mit Franz Meyer, einem dieser vermeintlichen „Normalos", und sprachen über das Laufen und seine Leidenschaft.

1. Body Attack:

Herr Meyer, Sie waren lange Zeit als Hochleistungsruderer aktiv und sind es daher gewohnt an Ihre körperlichen Grenzen gehen. Wie fühlt man sich bei Kilometer 40 eines Marathons?

2. Franz Meyer:

Die letzten Kilometer sind immer wieder ein tolles Erlebnis. Man wird von der Euphorie der Zuschauer am Streckenrand getragen und mobilisiert noch einmal die letzten Kräfte. Ich habe im Ziel sogar oftmals das Gefühl, dass ich noch hätte weiterlaufen können, so gut war ich gerade im Rhythmus. Es soll sogar so verrückte Leute geben, die direkt nach dem Zieleinlauf in Hamburg direkt zum Bootshaus der Uni weiterlaufen um dann noch Ruderkurse zu leiten (lacht).

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3. BA:

Wie Sind Sie zum Laufsport gekommen?

4. Meyer:

Als Ruderer läuft man sowieso auch mal nebenher zum Zwecke des Ausdauertrainings. Und es gehört schon fast zum guten Ton eines Ruderers, nach der aktiven Ruderkarriere mal einen Marathon zu laufen. Das ist eine neue Herausforderung nach jahrelangen Wettkämpfen auf dem Wasser.

3. BA:

Was macht für Sie die Faszination am Laufen aus? Bewegungsmuffeln ist es unbegreiflich, warum man monatelang trainiert um sich dann über 42 Kilometer zu quälen.

Läufer

4. Meyer:

Das ist keine Qual. Jede Trainingseinheit und jeder Wettkampf kann natürlich hart sein, macht aber auch Freude. Das Laufen erfordert, ähnlich wie das Rudern, unheimlich viel Energie aus der Mitte (Rumpf – d.Red.) heraus und man findet einen schönen Rhythmus. Irgendwann kann man den Kopf abschalten und ist nur noch im Rhythmus der Schritte und der Atmung. Man fühlt förmlich die innere Struktur der Bewegung. Das empfinde ich als großes Glück.

3. BA:

Was war Ihr prägendstes Erlebnis beim Marathonlaufen?

4. Meyer:

Bei meinem ersten Marathon habe ich zu wenig gegessen und stand dann mitten im Wald auf einer Wanderstrecke und musste mich dann über acht Kilometer bis zur nächsten Verpflegungsstation schleppen. Das war natürlich blöd und passiert mir sicher nicht noch einmal. Während eines anderen Marathons habe ich mir während der ersten Kilometer einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und bin damit bis ins Ziel durchgelaufen. Das war mein härtester Marathon.

3. BA:

Hatten Sie auch positive Erlebnisse?

4. Meyer:

(lacht) Für mich ist ein Marathon in seiner Gesamtheit ein tolles Erlebnis. Die körperliche Herausforderung, das Laufen in der Natur, die eigenen Grenzen spüren, die begeisterten Zuschauer. Aber falls Sie etwas Nachhaltiges meinen, muss ich Sie leider enttäuschen. Die Frau fürs Leben habe ich beim Marathonlaufen nicht getroffen.

3. BA:

An welchen Läufen haben Sie bisher teilgenommen?

4. Meyer:

Ich bin ein paar Mal den Hamburger und den Berliner Marathon gelaufen. Mittlerweile gefallen mir aber die abwechslungsreicheren Läufe besser. Der „Georgsmarienhütter Null" bei Osnabrück ist ein sehr interessanter Lauf über 50 Kilometer, meist querfeldein. Der „Tough Guy" in England, ein nicht ganz so langes, dafür aber sehr anspruchsvolles Schlamm- und Hindernisrennen, war auch eine tolle Herausforderung. Am besten hat mir jedoch der „Swiss Alpine", ein Bergmarathon über 78 Kilometer in der Schweiz, gefallen.

3. BA:

Was reizt Sie an Marathonläufen außerhalb Deutschlands? Ist es das besondere Naturerlebnis, das Abenteuer, die Herausforderung in ungewohnter Umgebung?

4. Meyer:

Ja, alles. Die Besonderheit für mich ist die mentale Vorbereitung. Man fokussiert ganz anders und die Besonderheit wird durch alles unterstrichen. Durch die Anreise, durch die Lage, die Berge, der ganze optische Eindruck, das Licht ist anders, die Luft ist anders. Alle diese äußeren Eindrücke führen schon dazu, dass man das Ganze als besondere Situation wahrnimmt. Dies bildet dann auch die Grundlage dafür, eine ganz besondere Leistung abzurufen. Wenn ich immer nur daheim meine Runden drehe, komme ich über ein bestimmtes Leistungslevel nicht hinaus.

3. BA:

Was war Ihre bisher beste Zeit bei einem Marathonlauf?

4. Meyer:

2:59 Stunden in Hamburg.

3. BA:

Das heißt, Sie haben die Schallmauer für Freizeitläufer durchbrochen.

4. Meyer:

Ja genau, die liegt bei drei Stunden. Das war mein Ziel, und das habe ich geschafft.

3. BA:

Wie bereiten Sie sich auf einen Marathon vor?

4. Meyer:

Ich laufe natürlich, treibe aber auch viel anderen Sport. In erster Linie das Rudern, etwas Krafttraining und Fahrradfahren. Eine runde Allgemeinathletik hilft sehr beim Laufen. Die Stabilität im Oberkörper aus dem Rudern kommt mir beim Laufen über lange Distanzen zu Gute.

3. BA:

Inwiefern?

4. Meyer:

Ich kann dadurch sehr ruhig und ökonomisch agieren.

3. BA:

Welche Distanzen wählen Sie in der Trainingsvorbereitung auf einen Marathon?

franz meyer

4. Meyer:

Ich steigere mich innerhalb eines halben Jahres langsam. Im Durchschnitt laufe ich ein- bis zweimal pro Woche 15-20 Kilometer. Das ist natürlich im Vergleich zu anderen Marathonteilnehmern nicht besonders viel, doch betreibe ich ja auch noch andere Ausdauersportarten. Vor dem Marathon sollte man auf jeden Fall mal 30 Kilometer problemlos gelaufen sein. Vor einem Ultramarathon sollten u.a. Trainingsläufe von 50-60 Kilometern in die Vorbereitung eingebaut werden. Ich muss zu meiner Trainingsvorbereitung sagen, dass ich nach Gefühl trainiere. Ich benutze zum Beispiel keine Pulsuhr. Das kann ich mir erlauben, da ich meinen Körper mittlerweile gut kenne. In der Regel sollten die Sportler jedoch eine Pulsuhr zur Trainingssteuerung verwenden.

3. BA:

Stellen Sie ihre Ernährung vor einem Marathon um?

4. Meyer:

Früher habe ich sechs Wochen vor dem Marathon angefangen auf Alkohol und Kaffee zu verzichten. Mittlerweile esse ich im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung alles, was mir schmeckt. Vor einem Marathon habe ich meist Hunger auf Pizza Napoli mit Sardellen. Damit nehme ich dann schon das Salz auf, dass ich beim Marathon benötige (lacht).

3. BA:

Sie ernähren sich also auch um den Marathon herum ganz normal.

4. Meyer:

Ja. Bloß keine Experimente am Wettkampftag. Viele Leute meinen, sie müssten am und um den Marathontag herum plötzlich etwas verändern, nehmen riesige Mengen an Kohlenhydratextrakten zu sich und scheiden vorzeitig wegen Magenbeschwerden aus.

3. BA:

Haben Sie ein Ritual, mit dem Sie sich auf einen Wettkampf einstimmen?

4. Meyer:

Früher bei Ruderwettkämpfen hatte ich nie frische Socken an, sondern immer welche, die ich schon ein paar Mal im Training getragen hatte. Die hatten dann schon die nötige „Erfahrung" (lacht). Beim Laufen mache ich so etwas nicht.

3. BA:

Was treibt Sie dazu an immer wieder extreme körperliche Herausforderungen anzunehmen? Man könnte seine Freizeit doch auch gemütlicher gestalten.

4. Meyer:

Ja, sicher. Aber warum leckt sich ein Rüde die Eier?

3. BA:

Warum?

4. Meyer:

Weil er´s kann. Ich brauche immer mal wieder einen sportlichen Höhepunkt in meinem Leben, bei dem ich mir selbst beweise, dass ich die Leistung noch bringen kann.

3. BA:

Wie integrieren Sie das zeitintensive Lauftraining in Ihren Alltag?

4. Meyer:

Da muss ich halt Prioritäten setzen. Tangotanzen und abends bis spät Weggehen fallen dann schon mal weg.

3. BA:

Wie wichtig ist das Material für Sie?

4. Meyer:

Sehr wichtig. Auf langen Strecken merkt man sehr deutlich, was funktional ist und was nicht. Eine kurze Schlabberhose, die für den Alsterlauf ausreicht, kann beim Marathon zu empfindlichen Scheuerwunden führen. Auf geeignete Funktionswäsche sollte jeder Langstreckenläufer achten.

3. BA:

Haben Sie einen „Läufertraum", den Sie noch verwirklichen möchten?

4. Meyer:

Ja. Ich möchte unbedingt einmal am „Western States 100" teilnehmen.

3. BA:

Was genau ist das?

4. Meyer:

Das ist ein 100-Meilenlauf in Kalifornien quer durch die Berge. Diejenigen, die diesen Lauf unter 24 Stunden schaffen, bekommen eine Gürtelschnalle als Symbol der Anerkennung. Diese will ich unbedingt an meinem Gürtel tragen.

3. BA:

Wie ist Ihr Eindruck von den Menschen, die an einem Marathon teilnehmen?

franz meyer 2

4. Meyer:

Beim normalen Marathon nehmen in zunehmendem Maße Leute teil, die der Belastung nicht gewachsen sind, da sie sich nicht richtig vorbereitet haben. Das ist nicht überheblich gemeint, das sieht man auch ganz objektiv an den immer langsamer werdenden Durchschnittszeiten. Je länger die Läufe werden, desto mehr trifft man auf Leute, die man getrost als Freaks bezeichnen kann. Bei einem Ultramarathon (Lauf der über längere Strecken als die Normalmarathondistanz von 42,195 km geht – d.Red.) komme ich mir manchmal vor wie der letzte Normale.

3. BA:

Warum?

4. Meyer:

Da habe ich Leute getroffen, die bauen Ultramarathons von 78 Kilometern mal nebenbei in ihr Training ein. Das sind Hochleistungsathleten, die jede Woche 100 Kilometer laufen und an 3-Tage-Läufen teilnehmen.

3. BA:

Mit wem wollen Sie sich beim Marathon messen? Vergleichen Sie sich mit den Besten?

4. Meyer:

Nein, das interessiert mich gar nicht. Ich laufe nur für mich. Ich habe großen Respekt vor der Leistung, die Laufprofis erbringen. Doch muss man beachten, dass diese Menschen praktisch nichts anderes machen als zu laufen. Dass die dann sensationelle Zeiten realisieren, ist logisch. Ich finde es viel spannender, wie man als voll Berufstätiger an einem Marathon teilnehmen kann und noch eine beachtliche Zeit läuft. Dies versuche ich weiterhin zu praktizieren, das fasziniert mich.

1. Body Attack:

Herr Meyer, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Interview: Sandhu Wurzer


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