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Bodybuilding in der Pubertät

Themen: Jugendliche Wachstum Pubertät

Bodybuilding ist für Jugendliche nicht schädlich. Das Projekt ‚Krafttraining’ muss in der Pubertät lediglich systematischer und kontrollierter angegangen werden als bei Erwachsenen – dann hat es sogar positive Auswirkungen auf den Körper.

Kohlendydratquellen Bis zum 21. Lebensjahr befindet sich der menschliche Körper im Wachstum. Die Knochenenden, sogenannte ‚Epiphysen’, sind im jugendlichen Alter noch nicht verknöchert. Direkt an den Epiphysen sitzt die Wachstumsfuge, auch ‚Epiphysenfuge’ genannt. Sie ist für das Längenwachstum der Knochen verantwortlich. Bei unkontrolliertem Training besteht die Gefahr, dass Knorpelgewebe in dieser peripheren Knochengegend verletzt wird und sich die Wachstumsfugen frühzeitig schließen. Derartige Schäden können durch Übertraining oder das Stemmen von Maximalgewichten verursacht werden. Jugendliche sollten daher mit weniger als 50 Prozent des eigenen Körpergewichts trainieren, um innere Verletzungen zu vermeiden und das Längenwachstum nicht zu gefährden.

Ein weiterer Grund, der in der Pubertät für niedriges Intensitätstraining spricht, ist die vermehrte Ausschüttung von Wachstumshormonen durch intensives Bodybuilding. Maximale Krafteinheiten können im Körper Hormonschwankungen auslösen. Auch dadurch kann das Längenwachstum negativ beeinflusst werden.

Trainingsmethoden für junge Bodybuilder

Jugendliche sollten sich auf einfache Grundübungen mit leichten Gewichten konzentrieren. Trainingseinheiten, die zum muskulären Versagen führen, sind tabu. Durch Maximaltraining würden nicht nur Knochen, Bänder, Sehnen, Knorpel und Gelenke beschädigt, sondern auch das zentrale Nervensystem. Aus diesen Gründen trainieren junge Kraftsportler auch nicht nach Trainingssystemen, die auf muskulärem Versagen aufgebaut sind, wie etwa die ‚High-Intensity-Methode’. Jugendliche sollten sich einfachen Grundübungen zuwenden, um ein solides Muskelgrundgerüst aufzubauen und Gewebe nicht durch Entzündungen und Muskelrisse zu beschädigen.

Grundübungen bilden die Basis eines jeden Trainingssystems. Bei diesem Übungstyp werden immer mehrere Körperpartien gleichzeitig beansprucht. Der Körper wird als Einheit trainiert. Die Übungen mit körpereigenem Gewicht oder gelenkschonenden Lasten werden dabei mit hohen Wiederholungszahlen durchgeführt. Lediglich leichte Gewichte ermöglichen anfangs ein Training im quantitativ hohen Bereich, das die Kraftausdauer fördert. Dabei sollte auf extreme Gelenkpositionen verzichtet werden, um unnötige Belastungen zu umgehen.

Bodybuilding verbessert bei jungen Sportlern die Körperhaltung

Werden diese Trainingsaxiome beachtet, steht Bodybuilding im jugendlichen Alter nichts entgegen – im Gegenteil. Kontrolliertes Krafttraining verbessert die Körperhaltung und beugt so Verletzungen durch Haltungsschäden vor. Zudem befinden sich jugendliche Organismen in einer stetig anabolen Phase. In diesem Alter werden Wachstumshormone wie Somatropin und Testosteron in großen Mengen gebildet. Der Testosteronspiegel steigt bei männlichen Jugendlichen ab etwa 14 Jahren auf seinen höchstmöglichen Wert.

Insbesondere aufgrund ihres Hormonhaushaltes sind Pubertierende prädestiniert für einen gesunden Einstieg ins Krafttraining – der bei klugem und umsichtigem Trainieren viele Vorteile bietet.

Bildquelle: sam1000/BigStockphoto.com


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