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#einenscheißmussich: Gedanken zum Jahreswechsel

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Ziele setzen statt gute Vorsätze  Ziele setzen statt gute Vorsätze

Gute Vorsätze haben zum Jahreswechsel Hochkonjunktur. Das nervt. Sind solche Vorsätze von vornherein zum Scheitern verurteilt? Wird nächstes Jahr wirklich alles besser? Neues Jahr, neues Ich? Kommt schon…!

Die Tage zwischen den Jahren sind eine besondere Zeit. Eine Zeit, um Ordnung zu schaffen. Eine Zeit, in der man in die Zukunft blickt, ein bisschen träumt – und gute Vorsätze fasst. Das vermitteln mir zumindest Instagram und Co.: Seit Tagen werde ich mit idealistischen Vorsätzen bombardiert, getreu dem Motto: Neues Jahr, neues Ich.

Allerdings: Gute Vorsätze funktionieren doch nie. Nie! Da bekomme ich sicher Zustimmung des großen Chors frustrierter Vorsätze-Scheiterer. Von Menschen, die wie ich immer wieder versucht haben, mehr Sport zu treiben, gesünder zu essen oder – der Klassiker – sich das Rauchen abzugewöhnen.

Gute Vorsätze sind schnell gefasst. Und genauso schnell vergessen. Auf halber Strecke geben wir auf. Ach was, nach 50 Metern. Genau dann, wenn es anstrengend oder lästig wird. Warum ist das so?

Sind gute Vorsätze zum Scheitern verurteilt?

Ich habe irgendwo gelesen, dass Vorsätze scheitern, weil sie nicht verbindlich sind. Mal ehrlich, was passiert schon, wenn ich es dieses Jahr wieder nicht schaffe, fünf Kilo abzunehmen oder den Marathon zu laufen? Richtig. Gar nichts.

Vielleicht sollten wir uns Ziele setzen statt guter Vorsätze. Ziele, die spezifisch sind, messbar und realistisch. Und am besten mit Deadline. Ein fixes Datum, an dem dieses Ziel erreicht sein soll.

Ziele lassen sich besser umsetzen, wenn es einen Plan gibt und positive Effekte winken. So ein Plan sollte anspruchsvoll sein, aber machbar. Er sollte positiv formuliert sein. Und das Wichtigste: Es muss der eigene Wunsch sein.

Wenn ich nicht aus tiefster Überzeugung im April den Halbmarathon laufen will, kann ich es gleich bleiben lassen. Ich muss mich ja quälen, für mich und mein Ziel. Tatsächlich muss ich niemandem etwas beweisen – außer vielleicht mir selbst. Daher brauche ich keine guten Vorsätze. Was ich brauche, ist ein Ziel – mit einem realistischen Plan.

Setzt euch positive Ziele! Macht euch Pläne!

Und genau dafür werbe ich: Setzt euch positive Ziele! Macht euch Pläne! Sonst sind verlorene Kilos schnell wieder drauf, der Marathon ist nicht gelaufen, der Dachboden chaotischer als je zuvor. Glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede.

Und verzweifelt nicht, wenn es mal nicht klappt. Genau genommen bieten sich jedes Jahr mindestens 365 Chancen, um euer Leben umzugestalten. Jeder Tag ist genauso gut geeignet wie Silvester oder Neujahr. Wichtig ist, dass ihr euch treu seid – und uns natürlich!

In diesem Sinne: #einenscheißmussich!

Auf ein großartiges Jahr 2020! Schön, dass ihr hier seid!

Euer Body Attack Team



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