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DIREKTEINSTIEG
  1. Negative Energiebilanz
  2. L-Carnitin für den Fettstoffwechsel
  3. Energiekette und Stoffwechsel
  4. Der Fettmobilisations-(FM)-Bereich
  5. Der FM-Puls, eine Gratwanderung?

Fettabbau mit dem richtigen Einsatz

Themen: Fettabbau Fett Abnehmen

Fettgewebe ist weit mehr als ein lästiger Energiespeicher. Menschliches Fett ist ein stoffwechselaktives Gewebe, das nicht nur für die Hunger-Sättigungs-Regulierung, sondern auch für die Hormonsteuerung und das Immunsystem von unschätzbarem Wert ist.

Zu viel Fett macht krank. Das offenbaren typische Wohlstandskrankheiten wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Diabetes oder Gelenkarthrose. Aber auch zu wenig Fett macht krank. Gesundheitliche Schäden bis hin zu Stoffwechselerkrankungen sind Folge eines zu geringen Körperfettanteils. Das richtige Maß muss her.

Fakt ist, wer abnehmen will, das heißt erfolgreich Fett abbauen will, der muss mehr Energie verbrauchen als dem Körper zuführen. Der Energieverbrauch kann durch körperliche Aktivitäten erhöht werden. Dafür ist kein Hochleistungssport notwendig. Der Energieverbrauch und damit auch der Stoffwechsel werden bereits angeregt, wenn Alltagsaktivitäten wie Spazierengehen, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder die Treppe nehmen gesteigert werden. Für einen gezielten Fettabbau reicht das aber noch lange nicht aus. Eine gleichzeitige Ernährungsumstellung ist erforderlich.

Fettabbau – Negative Energiebilanz
„Wer abnehmen will, muss weniger essen.“ Diese Annahme beruht auf der weit verbreiteten Input-Output-Theorie. Wenn die Kalorienzufuhr größer ist als der Kalorienverbrauch, wird der Kalorienüberschuss als Depotfett abgespeichert. Grundsätzlich ist dies richtig.Läuferin beim Sprint (Quelle: Shutterstock/ostill)

Doch die Berechnungen von Kalorienaufnahme und -verbrauch versagen kläglich, da die Stoffwechselfähigkeiten der Menschen äußerst unterschiedlich sind. Unsere Körper sind keine Black Box, sodass alles, was man oben reinsteckt, immer zum gleichen Ergebnis führt. Vergessen Sie also die Tabellen, die Ihnen für eine Stunde Gartenarbeit das Äquivalent von z. B. zwei Joghurts erlauben. Denn folgende Beobachtungen haben Sie in Ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis auch schon gemacht:

„Wer abnehmen will, muss weniger essen.“


Es gibt Personen, die bei jeder Mahlzeit sehr große Portionen zu sich nehmen und dennoch sehr schlank sind, obwohl sie keinen Sport treiben und sich auch sonst nicht viel bewegen. Umgekehrt treffen Sie häufig auf Personen, die kaum etwas zu sich nehmen und dennoch stetig zunehmen – morgens nur ein paar Früchte, mittags ein paar Salatblättchen und abends etwas Hüttenkäse. Ungerecht und unfair, werden Sie denken. Die gute Nachricht ist: Das Stoffwechselverhalten lässt sich durch die Kombination Bewegung und Ernährung beeinflussen. Leider grassiert der Unsinn von Diäten und Kalorienzählen ungebrochen. Aber Achtung: Wenn Sie, um abzunehmen, die Nahrungsmenge verringern, werden Sie gleich dreifach gestraft.

Erstens sinkt während Zeiten verminderter Nahrungsaufnahme Ihre Leistungsfähigkeit und Konzentration. Sie werden unruhig, ungeduldig und für Ihre Mitmenschen ungenießbar.

Zweitens verlangsamt sich Ihr Stoffwechsel und schaltet auf Sparflamme, die Gewichtsverluste, die Ihnen die Waage zunächst anzeigt, sind primär der Verlust von Wasser und Muskelmasse. Dazu verlieren Sie noch wichtige Enzyme und andere Botenstoffe.

Die dritte Strafe stellt sich ein, nachdem Sie gezwungenermaßen wieder zu Ihren vorherigen Essgewohnheiten zurückkehren: Ihr Körper läuft immer noch auf Sparflamme und wandelt von der zugeführten Nahrung mehr als nötig in Depotfette um, damit er genug Reserven für die nächste Hungerperiode Diät hat.

Das Resultat: Bei vielleicht gleichem Gewicht gehen Sie mit einem höheren Körperfettanteil aus Ihrer Diät. Kalorienzählen und Diäten sind Unsinn – Sie benötigen für Ihre Leistungsfähigkeit und für Ihre Psyche ausreichend Essen in Verbindung mit Genuss.

Die gesunde Lösung heißt: Bewegung (Fettstoffwechseltraining).

Fettabbau – L-Carnitin für den Fettstoffwechsel
Seit Mitte der neunziger Jahre wird L-Carnitin im Fitness- und Sportbereich als das Mittel für Fettverbrennung angeboten. L-Carnitin wirkt im Körper als so genannter Fett-Carrier. Es transportiert Fettsäuren durch die Membran der Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle) in den Körperzellen. Somit steht es in unmittelbarem Zusammenhang mit der Verbrennung von Fett.

Circa 20 g L-Carnitin sind im Körper vorhanden. L-Carnitin kann sowohl durch die Nahrung aufgenommen werden als auch vom Körper selbst aus den Aminosäuren Lysin und Methionin produziert werden (auch deswegen ist die Einnahme von hochwertigem Eiweiß zu empfehlen). Es kommt hauptsächlich in Fleisch vor (carnis = lat. Fleisch).

Bei Versuchen in der Sportmedizin ging man davon aus, dass durch eine orale Verabreichung der L-Carnitin-Spiegel erhöht und damit auch mehr Fettsäuren in die Zellen geschleust werden können. Eine Leistungssteigerung im Langzeitausdauerbereich wäre die Folge. Bei den Versuchen fand man heraus, dass etwa die Hälfte der gut trainierten Ausdauersportler auf hohe Dosen von L-Carnitin (ca. 2–4 g reines L-Carnitin pro Tag) positiv reagierten. Einige sogar mit einer Leistungssteigerung um die 10 %. Aber dies gilt eben nur für gut trainierte Ausdauersportler (ab 15–20 Stunden Training pro Woche) und nur in Verbindung mit einem intensiven Training. Ohne Bewegung wird kein Gramm Fett abgebaut!

Fettabbau – Energiekette und Stoffwechsel
Damit Sie die jeweiligen Maßnahmen des Fatburner-Programms nachvollziehen können, ist es nötig, dass wir uns zunächst mit der Energiekette und dann mit den Stoffwechselvorgängen im Körper bei verschiedenen Bewegungsintensitäten auseinander setzen. Dies ist zwar eigentlich recht trockener Stoff aus der Physiologie, aber beim näheren Betrachten ist es spannend, was in unserem Körper so alles passiert. Um das Ganze noch anschaulicher zu machen, möchten wir einen Vergleich zum Automobil herstellen:

Energiekette
Eine physikalische Leistung erfordert Energie. Zur Energieproduktion wird Treibstoff gebraucht, der mit Hilfe von Sauerstoff verarbeitet (bzw. oxydativ verarbeitet = verbrannt) wird. Um den benötigten Sauerstoff vom Aufnahmeort (Lunge) in die Muskelzelle (Energiefabrik und Arbeitsort) zu transportieren, muss ein Pumpsystem arbeiten. Diese Funktion übernimmt das Herz-Kreislauf-System mit dem Herzen als Pumpe und den Arterien (vom Herzen wegführende Blutgefäße) und den Venen (zum Herzen zurückführende Blutgefäße).

Muss oder will der Körper eine größere Leistung erbringen, steigt der Energiebedarf an. Um diesen Energiebedarf zu decken, wird mehr Treibstoff umgesetzt (zum Vergleich: Ein höheres Tempo beim Autofahren äußert sich ebenso in einem erhöhten Benzinverbrauch). Damit diese größere Treibstoffmenge verarbeitet werden kann, ist also auch mehr Sauerstoff erforderlich. Durch eine gesteigerte Pumpleistung des Herz-Kreislauf-Systems (schnelleres Pumpen) wird die größere Transportleistung erreicht. Praktisch ist das am höheren Puls spürbar, daher ist der Puls auch die sinnvollste Messgröße, um die Bewegungsintensität zu steuern.
Grafik – Die Energiekette im menschlichen Körper


Quelle: Ole Petersen, Sonia Goretzki, „Der Fatburner. Das Programm mit Garantie. Fett verbrennen - dauerhaft abnehmen.“ Copyright © 2001 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Stoffwechsel
Schauen wir uns nun unseren Treibstoff und die Verbrennung in der Muskelzelle etwas näher an: (Anmerkung: Bei den angegebenen Pulswerten in der folgenden Graphik handelt es sich um fiktive Pulswerte, Ihre Werte sind individuell und müssen durch eines der später genannten Testverfahren ermittelt werden.)
Grafik – Der menschliche Stoffwechsel

Quelle: Ole Petersen, Sonia Goretzki, „Der Fatburner. Das Programm mit Garantie. Fett verbrennen - dauerhaft abnehmen.“ Copyright © 2001 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Sauerstoff
Wenn Sie sich zunächst auf die linke Säule der Graphik konzentrieren, sehen Sie dort zwei Zustände des Stoffwechsels in Bezug auf den Sauerstoff: aerob mit Sauerstoff, d. h., die Leistungsbereitstellung erfolgt mit ausreichender Sauerstoffversorgung in der Arbeitsmuskulatur; anaerob ohne (ausreichend) Sauerstoff, d. h., bei steigender Leistung vermag die Arbeitsmuskulatur nicht mehr ausreichend Sauerstoffmoleküle aufzunehmen.

Im aeroben Bereich wird die benötigte Energie in einem Verbrennungsprozess produziert. Dabei werden abhängig von der Belastung Fettsäuren und / oder Kohlenhydrate (Zucker) mit Hilfe von Sauerstoff zu Wasser und Kohlendioxyd verbrannt (also wieder vergleichbar mit dem Verbrennungsmotor, Benzin und Sauerstoff). Als Abfallprodukt des Verbrennungsprozesses fallen kleine Mengen an Milchsäure / Laktat an (ähnlich den Schadstoffen beim Benzinmotor), die im aeroben Bereich vom Körper problemlos abgebaut werden können.

Je höher die momentan erbrachte Leistung ist, desto höher ist der Verbrauch an Treibstoff – hier also an Sauerstoff.

Der Mensch kann nun seine Geschwindigkeit so lange steigern, bis die Sauerstoffaufnahmekapazität der Muskulatur erschöpft ist (= anaerobe Schwelle). Nun kann er aber noch weiter die Leistung steigern und über einen zweiten Stoffwechselweg zusätzliche Energie produzieren, ähnlich wie ein Turbolader. Diese Energiegewinnung beruht nicht auf dem ökonomischen Verbrennungsprinzip. Denn bei dem anaeroben (= ohne Sauerstoff) Stoffwechsel wird der Energie liefernde Zucker nicht mehr verbrannt (wie der Automotor), sondern vergärt (wie saurer Most), und es entsteht überproportional viel Milchsäure (Laktat), sodass diese nicht mehr abgebaut werden kann. Bei anhaltend hoher Leistung auf diesem Niveau bricht der Stoffwechsel unter dieser Übersäuerung zusammen. Ein recht anschauliches Beispiel ist der 400-m-Lauf in der Leichtathletik. Die Athleten sind erschöpft und könnten nicht nochmals 400m in dieser Geschwindigkeit zurücklegen.

[...] Nun ist der Unterschied zwischen aerobem und anaerobem Stoffwechsel nicht so relevant für das Thema Fettverbrennung. Jahrelang hat man nur den Unterschied aerob / anaerob kommuniziert, bis viele Leute wirklich geglaubt haben: «Aerob = gut = Sauerstoffüberschuss = Fettverbrennung.» Das ist aber weit gefehlt und stimmt so nicht!

Energie
Wenn Sie in der obigen Abbildung die rechte Säule der Graphik betrachten, sehen Sie dort die zwei Zustände des Stoffwechsels in Bezug auf den benutzten Brennstoff: Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel.

Die zweite, sehr wichtige Unterteilung, die wir machen müssen, beschäftigt sich also mit der Frage der Energiegewinnung, d. h., was wird als Energiequelle genutzt? Die zwei wesentlichen Energieträger in unserem Körper sind Kohlenhydrate und die Fette. Dabei geht es nicht um das, was wir gerade gegessen haben, sondern um die Speicherformen dieser Energieträger (Depotfett und Glykogen).

Genau wie die anaerobe Schwelle bei der Sauerstoffversorgung, so gibt es auch bei der Energieversorgung eine Schwelle / Grenze, wo der Körper von primär Fettverbrennung auf hauptsächlich Kohlenhydratverbrennung umschaltet. Diese Grenze nennen wir Fett-Schwelle. Unterhalb dieser Schwelle benutzen wir primär Fette und oberhalb der Fettschwelle primär Kohlenhydrate zur Energiegewinnung. (Die Eiweiße haben wir der Einfachheit halber in dieser Betrachtung vernachlässigt.)

Die Fettschwelle ist für das FettMobilisations-Training von größter Bedeutung und weitaus wichtiger als die anaerobe Schwelle. Die Fettschwelle liegt pulsmäßig betrachtet bei jedem Menschen sehr viel niedriger als die anaerobe Schwelle.

Fettabbau – Der Fettmobilisations-(FM)-Bereich
Da beide Systeme, Sauerstoff und Energie, parallel laufen, ergeben sich somit physiologisch gesehen drei Stoffwechsellagen, mit denen wir uns bewegen können (vergleiche Graphik «Stoffwechsel»):
  • ein unterer Bereich (FM-Bereich), in dem primär Depotfette mit ausreichend Sauerstoff in der Muskulatur verbrannt werden,
  • ein mittlerer Bereich (Intensitäts-Bereich), in dem primär Kohlenhydrate mit ausreichend Sauerstoff verbrannt werden, und
  • ein oberer Bereich (Spitzen-Bereich), in dem Kohlenhydrate unter Sauerstoffschuld vergärt werden.
Der FettMobilisations(FM)-Bereich
Der untere Bereich unseres Stoffwechsel-Modells; wir nennen die Bewegung in diesem Pulsbereich FettMobilisations- bzw. FM-Training.

Wie aus der Graphik Stoffwechsel ersichtlich ist, arbeitet der Körper mit ausreichender Sauerstoffversorgung in der Muskulatur (aerob) und bedient sich als Energiequelle primär der Fette! In diesem Pulsbereich wird bei gleichmäßiger Ausdauerbelastung Depotfett verbrannt, und zwar so viel, dass Sie nach einigen Wochen Bewegung, gekoppelt mit entsprechenden Ernährungsmaßnahmen, wirklich eine Veränderung feststellen können. Die Bewegung unterhalb der Fettschwelle wird aber erst dann zum echten Fettstoffwechsel-Training, wenn sie entsprechend lang und nüchtern durchgeführt wird.

In vielen Trainingsbüchern steht "... Fette verbrennen nur im Feuer der Kohlenhydrate». Auch das ist richtig, denn es gibt nicht entweder Fette oder Kohlenhydrate – es ist immer ein Gemisch. Für unsere Betrachtung ist relevant, was hauptsächlich genutzt wird. Im FM-Bereich erfolgt die Energieproduktion unter bestimmten Voraussetzungen (lang und nüchtern) zu etwa 80 % aus Depotfetten.

Bewegung im FettMobilisations-Bereich hat neben dem effektiven Fettverbrennen auch noch andere positive Effekte:
  • Herz-Kreislauf-System
    In diesem Bereich wird auch Ihr Herz-Kreislauf-System am effektivsten trainiert und vorbereitet auf zukünftige Belastungen. Nicht umsonst lässt man Patienten nach einem Herzinfarkt das Training zur Rehabilitation genau in diesem Bereich abwickeln.


  • Stress und Burn-out
    Durch regelmäßiges FM-Training schüttet Ihr Körper bei gleicher Stressbelastung weniger Stresshormone aus. Die nachfolgende Kettenreaktion hat geringere Ausmaße. Sie erinnern sich: genau, zwei Fliegen mit einer Klappe! Allerdings stellt sich dieser Effekt erst nach einigen Monaten ein.


  • Immunsystem
    Haben die Stressreaktionen Ihres Körpers ein geringeres Ausmaß, bleiben Ihre Abwehrkräfte erhalten bzw. werden diese sogar gestärkt. Nebst einer besseren Infektabwehr gegen äußere Infektionskeime (Erkältung, Grippe, Lungenentzündungen usw.) wird auch die Abwehr gegen körpereigene, veränderte Zellen, welche permanent entstehen, effektiver.


Fettabbau – Der FM-Puls, eine Gratwanderung?
Fest steht: wenn bewegen, dann im FM-Bereich! Nur ist das gar nicht so einfach, denn eine effektive Fettverbrennung und die gewünschte hormonelle Umstellung finden nur in der engen Bandbreite des FMPulses statt. Sind wir schneller unterwegs, was für jeden von uns ohne große Anstrengung möglich ist, dann befinden wir uns im mittleren oder sogar im oberen Drehzahlbereich und erreichen unser Ziel der Fettverbrennung nicht.
Grafik – Herzfrequenz dargestellt im Drehzahlbereich


Quelle: Ole Petersen, Sonia Goretzki, „Der Fatburner. Das Programm mit Garantie. Fett verbrennen - dauerhaft abnehmen.“ Copyright © 2001 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Unterhalb des FM-Pulses ist die Bewegung zu gering, um dann überhaupt noch einen Effekt zu erzielen.

Von unserer gesamten Drehzahlbandbreite (Ruhepuls bis Maximalpuls) erzielen wir also nur in einem verhältnismäßig kleinen Bereich einen großen Fett verbrennenden Effekt.

Dazu das Beispiel von O. Petersen: Mein Ruhepuls liegt um die 55 Schläge pro Minute, mein Maximalpuls ist etwa 180, somit beträgt meine Bandbreite 125 Schläge. Meine Pulswerte für die Fettverbrennung betragen gemäß Laktattest 105 bis 125 und somit gerade mal 16% der gesamten Bandbreite. Außerhalb dieses engen Bereiches erziele ich nur einen Bruchteil der Effekte. Es gilt also: Auf die für Sie richtige Drehzahl kommt es an!
Grafik – Herzfrequenz dargestellt im Drehzahlbereich


Quelle: Ole Petersen, Sonia Goretzki, „Der Fatburner. Das Programm mit Garantie. Fett verbrennen - dauerhaft abnehmen.“ Copyright © 2001 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Faustformeln & Co.
Wo hoch ist nun Ihr FM-Puls? Das ist die zentrale Frage für das Thema Fettverbrennung. Nun haben Sie sicher auch schon von Faustformeln gehört oder Tabellen gesehen, die Pulswerte je nach Alter enthalten. Wir möchten Ihnen mit einem weiteren Beispiel zeigen, wie unsinnig diese oft sind. In der folgenden Tabelle haben wir die Daten von nur 13 Personen, die einen Maximalpuls-Test absolvierten, den Berechnungen mit der gebräuchlichsten Faustformel 220 minus Lebensalter sei die maximale Herzfrequenz gegenübergestellt.

Tabelle zur Herzfrequenz


Quelle: Ole Petersen, Sonia Goretzki, „Der Fatburner. Das Programm mit Garantie. Fett verbrennen - dauerhaft abnehmen.“ Copyright © 2001 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Von 13 Personen stimmte nur bei 2 (15 %) die theoretische maximale Herzfrequenz genau überein, bei weiteren 5 Personen (38 %) war die Abweichung kleiner als 10 Schläge. Bei 6 Teilnehmern (46 %) war die Abweichung 10 oder mehr Schläge, die größte Abweichung lag bei 24 Schlägen!

Für effektive Fettverbrennung sind Faustformeln und Tabellen nicht geeignet, da sie nur einen rechnerischen Durchschnitt präsentieren. Die individuellen Abweichungen können, wie auch dieses Beispiel belegt, zum Teil erheblich sein.

Warum ist das so? Beim Blick in den Spiegel wird deutlich, dass jeder Mensch ein Individuum ist – auch Sie sind einmalig! Daher gilt: Herz ist nicht gleich Herz, und Kreislauf ist nicht gleich Kreislauf. Wir haben zwar alle eine Nase, zwei Augen, einen Mund usw., und dennoch finden wir unter Millionen von Menschen nicht einen, der einem anderen aufs Haar gleicht. Wenn dann noch Bewegung hinzukommt (z. B. die Mimik des Gesichtes), dann sind selbst eineiige Zwillinge sofort auseinander zu halten. Diese Tatsache trifft nicht nur auf unser Äußeres zu, sondern auch auf die Zellen im Inneren des Körpers.

Wir sind zwar alle mit einem Herzen, einer Lunge, mit Blutbahnen usw. ausgestattet, doch auch was diese Organe betrifft, ist jeder Mensch ein Unikat. Spätestens wenn wir dieses System in Aktion betrachten, wird deutlich, wie groß hier die Unterschiede sein können.

Es gilt also: Sie haben Ihren Kreislauf – andere Personen haben ein anderes Herz-Kreislauf-Verhalten. Ein effektives und Zeit sparendes Fettverbrennungsprogramm muss diese Individualität eines jeden Einzelnen berücksichtigen. Ein weiteres Problem von Faustformeln und Pauschalregeln ist, dass sie die Veränderungen des Fitnesszustandes unbeachtet lassen. Doch gerade eine übergewichtige bzw. untrainierte Person erfährt in den ersten fünf bis zwölf Monaten eine große Veränderung des gesamten Stoffwechsels, sodass sich die Pulswerte enorm verändern können.

Immer wieder wird in Lifestyle-Magazinen und von den selbst erkorenen Fitnessgurus für die Fettverbrennung mit Faustformeln gearbeitet, wie z. B.
  • Maximalpuls = 220 minus Lebensalter. Dass dies nicht stimmt, haben wir bereits gezeigt.
  • Genereller Trainingspuls ist 140. Diese Empfehlung ist genauso falsch wie die Bewegungskampagne der Sechziger, Trimming 130.
  • Laufen Sie im Sauerstoffüberschuss (aerob) mit Laktatwert 4 (Laktat = Milchsäure). Aerob ist, wie Sie bereits wissen, nur die halbe Wahrheit, denn der mittlere Intensitäts-Bereich ist sicher aerob, nur leider wird kaum Fett verbrannt. Auch ein Laktatwert von 4 (mmol/ L) ist sicher kein optimaler Fettverbrennungsbereich.
  • Man sollte sich noch unterhalten können. Gerade dieses Wohlfühltempo ist sehr trügerisch und verleitet zum Training im mittleren Pulsbereich, d. h., es werden primär Kohlenhydrate verbrannt.
Dazu der Sportmediziner Dieter Lagerstrøm:
Die alte Trainingsregel Puls gleich 180 minus Lebensalter ist absurd und meist nicht zutreffend, das wäre ungefähr so, als würde im Kaufhaus nur noch Schuhgröße 45 verkauft.

Und ein Spezialist der Universität Zürich:
Um die Herzfrequenz zu bestimmen, sollte ein Test durchgeführt werden. Nur so kann der optimale Bereich exakt bestimmt werden. Näherungswerte unter Einbezug von Alter und maximaler Herzfrequenz sind unzuverlässig.

Mit immer komplizierteren Formeln wird versucht, eine individuelle Analyse zu umgehen. Das Traurige an der Geschichte: Irregeführt durch solche Pauschalempfehlungen und Faustformeln, erreichen gut 2/ 3 der Fitnesswilligen ihre Ziele nicht. Nun – dies wird Ihnen nicht passieren, denn das Fatburner-Programm beinhaltet das Ermitteln Ihrer individuellen Pulswerte!

Fakten:
  • Depotfett kann nur mit Bewegung verbrannt werden.


  • Die Intensität für eine optimale Fettverbrennung ist sehr individuell und wird durch einen Test bestimmt. Nur so können Sie sicher sein, auch wirklich Depotfett zu verbrennen.


Text- und Grafikquelle: Ole Petersen, Sonia Goretzki, „Der Fatburner. Das Programm mit Garantie. Fett verbrennen - dauerhaft abnehmen.“ Copyright © 2001 Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

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