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AMINOSÄUREN

Für jeden Stoffwechselvorgang benötigt der Körper Aminosäuren. Die Wahl der richtigen Aminosäure ist besonders für Sportler wichtig. Als Proteinbausteine sind Aminosäuren an Aufbauprozessen beteiligt. Body Attack bietet mit BCAA, Glutamin, Arginin, Beta-Alanin oder Tryptophan unterschiedliche Aminosäuren an, die das Aminosäuregleichgewicht begünstigen.


DIREKTEINSTIEG
  1. Was genau sind Aminosäuren?
  2. Aminosäuren und Muskelaufbau
  3. Die Rolle der BCAA
  4. Aminosäuren und Abnehmen

Aminosäuren: Die Bausteine der Proteine

Aminosäuren werden für jeden Stoffwechselvorgang benötigt.

Im Wesentlichen sind Aminosäuren für den Transport und die Speicherung von Nährstoffen verantwortlich. Zudem fungieren sie als Bausteine von Proteinen (Eiweißen) und als Vorstufe von Enzymen und Neurotransmittern. Auch Antikörper bestehen aus Aminosäure-Bausteinen.




Bislang sind 22 proteinogene Aminosäuren bekannt. Mit dem Begriff Aminosäure sind in der Regel diese Alpha-Aminosäuren gemeint, aus denen sich die menschliches Protein (Eiweiß) zusammensetzt. Darüber hinaus gibt es mehr als 250 nicht-proteinogene Aminosäuren, die für die Proteinsynthese aber keine Rolle spielen.


1. Was genau sind Aminosäuren?

Die Aminosäure Glutamin in chemischer Struktur (Quelle: Shutterstock/petarg)Muskeln, Knochen, Knorpel, Haut und Haare, aber auch Blutkörperchen, Enzyme und Neurotransmitter werden aus Proteinen aufgebaut. Und die werden wiederum aus Aminosäure-Bausteinen gebildet.

Unterschieden werden proteinogene von nicht-proteinogenen Aminosäuren. Letztere können im Körper zwar keine Eiweißstrukturen aufbauen, übernehmen aber andere biologische Funktionen. Als proteinogene Aminosäuren werden die Aminosäure-Bausteine bezeichnet, aus denen Proteine aufgebaut sind. Allerdings können nur dann Aminosäuren zu Proteinen aufgebaut werden, wenn ein ausgewogenes Aminosäure-Gleichgewicht vorliegt.

Ferner werden essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren differenziert. Die Proteinbausteine, die nicht-essentiell sind, können selbst gebildet werden, während ihr essentielles Pendant über die Nahrung zugeführt werden muss. Semi-essentielle Aminosäuren kann der Körper nur in Ausnahmefällen z.B. unter hohen körperlichen Belastungen nicht in ausreichenden Mengen selbst herstellen.


essentiell semi-essentiell nicht-essentiell
LeucinArginin Alanin
IsoleucinTyrosin Asparagin
Valin CysteinAsparaginsäure
Methionin HistidinGlutamin
Tryptophan Glutaminsäure
Lysin Glycin
Phenylalanin Prolin
Thronin Serin


Aminosäuren kommen in Fleisch, Ei, Milchprodukten und Fisch, aber auch in Hülsenfrüchten wie Erbsen oder Nüssen wie Walnüssen vor. Da tierischen Aminosäure-Bausteine eine ähnliche Struktur wie die des Menschen haben, können sie leichter aufgenommen werden als pflanzliche Eiweißstrukturen.


Bislang sind 22 proteinogene Aminosäuren bekannt, aus denen sich die Proteine zusammensetzen. Nur diese Alpha-Aminosäuren sind an der Proteinsynthese beteiligt.


Im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) beziehungsweise Supplementen werden neben den bekannten BCAA (Leucin, Isoleucin und Valin) häufig die Aminosäuren Arginin, Glutamin, Methionin und Tyrosin genannt.

Arginin
Arginin, beziehungsweise L-Arginin, ist eine semi-essentielle Aminosäure, die an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Die Aminosäure nimmt am Harnstoffzyklus teil, der ein wichtiger Bestandteil des Proteinstoffwechsels ist. Dort finden zu jeder Sekunde Abbau- und Aufbauprozesse statt. Weiterhin gilt Arginin als Vorläufersubstanz für die Kreatin- und Stickstoffmonoxid-Bildung.

Glutamin
Glutamin und Glutaminsäure sind einander sehr ähnlich. Aus L-Glutaminsäure kann im Körper L-Glutamin hergestellt werden. Auch aus BCAA kann Glutamin synthetisiert werden, Glutamin ist damit nicht-essentiell. Bei zunehmender körperlicher Belastung kann der Glutamin-Bedarf ansteigen, denn die Aminosäure liegt zu hohen Konzentrationen in den Muskelzellen vor.

Methionin
Methionin ist als Aminosäure essentiell und muss ausreichend über die Nahrung zugeführt werden. Die schwefelhaltige Aminosäure ist am Aufbau wichtiger Proteine (proteinogene Aminosäure) beteiligt und wird gerne während Diäten eingesetzt.

Tyrosin
Tyrosin kann zum Teil aus der Aminosäure Phenylalanin synthetisiert werden und wird somit als nicht-essentiell beziehungsweise semi-essentiell bezeichnet. Tyrosin wird für den Aufbau von Hormonen und Neurotransmitter benötigt. Dazu gehört etwa Adrenalin. Als Stresshormon wird Adrenalin vermehrt bei sportlichen Belastungen ausgeschüttet.



2. Aminosäuren und Muskelaufbau

Muskulöser Arm aus Nüssen - Nüsse enthalten Aminosäuren (Quelle: Shutterstock/innerfocus)Aminosäuren spielen für den Muskelaufbau eine zentrale Rolle. Darum greifen insbesondere Sportler vermehrt auf aminosäurehaltige Nahrungsergänzungsmittel zurück.

Aminosäuren sind die Protein-Bausteine. Aus Protein sind die Muskeln aufgebaut. Nur wenn den Muskeln ausreichend Baustoffe zur Verfügung gestellt werden, können sie wachsen. Protein ist am Aufbau und Erhalt von Muskelmasse beteiligt (vgl. Health-Claims-Verordnung, 2012).

Der Aminosäure-Bedarf ist je nach körperlichen und geistigen Belastungen verschieden. Bei leistungsorientiertem Training ist der Proteinumsatz in der Regel erhöht. Das ist unter anderem auf die verstärkte Muskelarbeit zurückzuführen. Sportler haben daher einen erhöhten Protein- respektive Aminosäure-Bedarf.

Aminosäuren = Protein-Bausteine = Muskelaufbau und -erhalt

Dieser Mehrbedarf muss gedeckt werden, damit eine negative Stickstoffbilanz verhindert wird. Eine negative Stickstoffbilanz hat zur Folge, dass der Körper mehr Protein ab- als aufbaut. Protein liefert Stickstoff, der für die Proteinneubildung gebraucht wird. Deshalb ist der Körper auf eine entsprechende Protein- beziehungsweise Aminosäure-Zufuhr angewiesen.

Natürliche Aminosäure-Quellen wie Fleisch oder Milchprodukte, die für die Muskeln wichtig sind, weisen häufig aber einen hohen Fettgehalt auf. Im Gegensatz dazu sind Nahrungsergänzungsmittel zumeist fettarm konzipiert. Dem Körper können hochwertige Aminosäuren zugeführt werden, während gleichzeitig eine fettarme Ernährung forciert wird. So können Sportler ihren Proteinmehrbedarf decken und ihren sind optimal versorgt Zudem sind viele Aminosäure-Präparate mit Vitaminen oder Mineralstoffen versetzt, die den Aminosäure- beziehungsweise Proteinstoffwechsel zusätzlich unterstützen.



3. Die Rolle der BCAA

Unter Sportlern erfreuen sich besonders die sogenannten BCAA großer Beliebtheit. BCAA ist die Abkürzung für engl. branched-chain amino acids. Damit sind die verzweigtkettigen Aminosäuren, die essentiell sind, bestehend aus L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin gemeint.

Rund ein Drittel des Muskelproteins setzt sich aus BCAA zusammen. Bei Energiemangel können die drei Aminosäuren zu Glutamin und Beta-Alanin umgewandelt werden. Glutamin und Beta Alanin können in den Energiestoffwechsel einfließen und zu Glukose oder Ketone umgewandelt werden. Diese Entdeckung machte einst das Ehepaar Cori, nach dem auch der Stoffwechselkreislauf benannt worden ist.

Der Glutamin-Alanin-Zyklus bezeichnet den Stoffwechselprozess, bei dem aus den Muskeln bei Energienot Energie abbaut wird, damit lebensnotwendige Körperfunktionen erhalten bleiben. Dazu zählt die Zuckerversorgung des Gehirns, der Blutkörperchen und der Nieren. Zudem muss der Blutzuckerspiegel stets konstant gehalten werden. Daher ist das Aminosäure-Trio nicht nur essentiell, sondern indirekt in Notsituationen auch an der Energieversorgung von Organen beteiligt.


Zu den BCAA (engl. branched-chain amino acids), den sogenannten verzweigtkettigen Aminosäuren, zählen die Proteinbausteine (essentiell) Leucin, Valin und Isoleucin.


Das Aminosäure-Dreigestirn gehören zu den proteinogenen Aminosäuren, die in Körperproteine eingebaut werden. Milch- und Molkenproteine zählen zu den besten BCAA-Lieferanten und tragen zudem zum Muskelaufbau und -erhalt bei.

Das Aminosäure-Trio ist besonders für Sportler geeignet, die einen erhöhten Proteinumsatz haben. Dabei sollten Vitamine wie Vitamin B6 und Pantothensäure nicht fehlen, denn diese sind an der normalen Synthese und am normalen Protein-Stoffwechsel, der Steroide, Vitamin D und Botenstoffe beteiligt.



4. Aminosäuren und Abnehmen

Frau mit Protein (Quelle: Shutterstock/LifePhotoStudio)Als Proteinbausteine spielen Aminosäuren nicht nur für die Muskeln beziehungsweise den Muskelaufbau, sondern auch während der Diät beziehungsweise beim Abnehmen eine Rolle. Im Fettstoffwechsel sind unterschiedliche Hormone aktiv. Bestimmte Aminosäuren sind an der Produktion solcher Hormone beteiligt und somit auch für das Abnehmen relevant.

Aminosäuren wie Arginin, Glutamin, aber auch Ornithin, Tyrosin und Tryptophan sind an der Bildung von Hormonen und Neurotransmittern beteiligt, die wiederum für den Energiestoffwechsel wichtig sind.

Nicht nur Hormone, auch andere Eiweißverbindungen können aus Aminosäuren aufgebaut werden. Aus Methionin und Lysin wird etwa L-Carnitin synthetisiert. Als Transportsubstanz ist Carnitin am Fettstoffwechsel und somit auch am Abnehmen beteiligt. Der Großteil von Carnitin wird in den Muskeln eingelagert und dort auch verbraucht. Als Nahrungsergänzungsmittel wird L-Carnitin insbesondere im Rahmen intensiver Fatburner-Trainingseinheiten und zum Abnehmen eingesetzt.


Bildquelle: Shutterstock (innerfocus/petarg/LifePhotoStudio)


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