Body Attack Sports Nutrition GmbH & Co. KG Body Attack GmbH&Co KG Contact Details:
Main address: Schnackenburgallee 217-223 22525 Hamburg, Germany
Tel:+49 (0)40 / 4600360 - 0, Fax:+49 (0)40 / 4600360 - 99, E-mail: service@body-attack.de
Freunde werben Freunde
Geprüfte Sicherheit neu
Start > Wissen
DIREKTEINSTIEG
  1. Einer der wichtigsten Muskeln im Kraftsport ... aber nur wenige kennen ihn
  2. Was tun, wenn die ersten Schmerzen beginnen?
  3. Bleibt als Fazit:

Muskelaufbau - Der Supraspinatus

Themen: Supraspinatus Kraftsport Muskelaufbau

1. Einer der wichtigsten Muskeln im Kraftsport ... aber nur wenige kennen ihn


Thilo Pasch (Sportphysiotherapeut DSB/VPT) Leider hören viele Kraft-und Fitnesssportler diesen Namen erst, wenn sie mit einer schmerzhaften Schulter zum Arzt gehen.

Der Muskulus Supraspinatus (Übergräten Muskel) gehört zur Gruppe der Rotatorenmanschette. Er bildet mit drei weiteren Muskeln, M. Infraspinatus, M. Teres Minor und dem M. Subscapularis, die funktionelle Einheit, die für die Rotation des Schulterkopfes zuständig ist.

Fitnessgeräte für das Training

Am meisten interessiert in unserem Falle aber der M. Supraspinatus, der gemeinsam mit dem M.Infraspinatus die stärkste Aussenrotation absolviert. Da der M. Infraspinatus im Bereiche der Sportverletzungen eher unerwähnt bleibt, soll dieser folgend vernachlässigt werden. Der M. Supraspinatus setzt nahe der langen Bizepssehne am Oberarmkopf an. Das sei an dieser Stelle nur erwähnt, da es bei Medizinern immer wieder zu Schwierigkeiten in der Diagnostik kommt. Häufig wird die Ansatztendinose dieser beiden Sehnen verwechselt.

Der M. Supraspinatus liegt mit seinem Bauch unterhalb des oberen Teil des M.Trapezius. Mann sieht ihn also nicht. Wahrscheinlich liegt auch hier der Grund dafür, dass gerade Bodybuilder oder Fitnesssportler diesen Muskel sträflich vernachlässigen.

Optisch legen wir natürlich unser Augenmerk auf unsere Brustmuskulatur und den Latissimus, die den typischen Körpbau des starken und fitten Menschen darstellen. Werden diese großen Muskeln nun dauerhaft aufgebaut und gestärkt, kommt es im Schultergelenk zu einem muskulären Ungleichgewicht. Die Funktion des M. Pectoralis Major (großer Brustmuskel) zieht die Schulterkugel nach vorne, unten. Der M. Latissimus Dorsi zieht den Schulterkopf auch nach unten und er macht zusätzlich noch eine Innenrotation. Sind diese Hauptmuskeln also stark entwickelt, bekommen wir die typische Fehlhaltung eines Kraftsportlers. Das heißt, die Schulterköpfe stehen viel zu weit nach vorne. Für die meisten jungen Trainierenden bildet das zunächst kein Problem. Wer aber jahrelang trainiert wird die Sehnenrinne des M. Supraspinatus immer mehr verengen, bis diese Sehne mit einer Entzündung (Ansatztendinose) reagiert.

Diese kann kurzfristig durch einen erfahrenen Sportphysiotherapeuten oder einen Sportarzt behandelt werden. Wird das Problem des Muskelungleichgewichtes aber nicht behoben, so wird dieser entzündliche Prozess immer wieder auftauchen. Auf diese Art und Weise begibt sich der Sportler in den Teufelskreislauf einer chronischen Entzündung. Gerne wird dieser Zustand von ehrgeizigen Athleten ignoriert, denn der Schmerz kann in der chronischen Phase durchaus erträglicher, als in der akuten Phase sein. Da ein dauerhafter Entzündungsprozess destruktiv auf das Sehnengewebe wirkt, kommt es früher oder später evtl. zum Supergau für jeden Sportler. Die Sehne reißt an oder sogar komplett durch. An dieser Stelle ist erstmal Schluss mit Training.

Hier muss operiert werden, und eine lange, anschließende Rehabilitationszeit ist angezeigt.

Um dieses Szenario zu verhindern, gilt es den stärksten Gegenspieler der beiden größten Muskeln des Oberkörpers, nämlich den M. Supraspinatus regelmäßig zu trainieren. Die Außenrotation der Schulter gehört in jedes Trainingsprogramm, egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Wettkämpfer!

2. Was tun, wenn die ersten Schmerzen beginnen?

Als erstes kommt von meiner Seite aus grundsätzlich das Verbot für schweres Bankdrücken. Je nach Stärke des muskulären Ungleichgewichts kann das über Wochen bis zu Monaten sein! Die Kräftigung der Rotatorenmanschette und der Rombooideen bekommt absoluten Vorrang.

Hier wird sich in der Trainerschaft für euch übrigens die Spreu vom Weizen deutlich trennen. Sollten sich die Beschwerden nach spätestens zwei Wochen nicht spürbar verbessert haben, muss ein Sportmediziner aufgesucht werden. In der Regel werden hier Cortison Injektionen eingesetzt. Nach dreimaliger Anwendung muss diese Behandlung beendet werden und mindestens ein halbes Jahr pausieren.

Cortison wirkt zwar stark entzündungshemmend, kann aber bei zu häufiger Anwendung auch zu einer Zersetzung des Sehnengewebes führen. Parallel zu dieser Anwendung sollte ein Sportphysiotherapeut zum Einsatz kommen, der die Sehne mit deep frictions (tiefe Querfriktionen) behandelt. Das kann durchaus eine sehr schmerzhafte Prozedur sein. Ihr selbst führt regelmäßig und konsequent euer Trainingsprogramm durch und behandelt euch selbst mit täglichen Eisanwendungen.

3. Bleibt als Fazit:
Auch wenn noch keine Schulterbeschwerden da sind, sollte das Training des M. Supraspinatus einen festen Platz in eurem Trainingsprogramm finden…dann klappt`s auch noch bei den "Over Fourties".