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DIREKTEINSTIEG
  1. Die Sportart
  2. Die Geschichte
  3. Der Ablauf
  4. Die Bahn
  5. Bobsport – Der Bob
  6. Die Athleten
  7. Wissenswertes

Bobsport Wissenswertes

Themen: Bobsport Wissenswertes

1. Die Sportart


Bobsport ist eine Wintersportart. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie ruckartig hin- und herbewegen. Beim Bobsport steuern zwei oder vier Athleten einen Spezialschlitten durch einen künstlich angelegten Eiskanal. Durch ruckartige Bewegungen des Oberkörpers versuchen die Sportler dem Sportschlitten mehr Geschwindigkeit zu geben.

Ziel der Bobfahrer ist es, ihren Schlitten in schnellstmöglicher Zeit durch den Eiskanal zu steuern. Die Anschubkraft beim Start, mit Hilfe derer die Bobs in Bewegung gesetzt werden, spielt dabei eine große Rolle. Bobfahrer haben daher in der Regel einen athletischen und agilen Körper.

Seit den ersten offiziellen Winterspielen im Jahr 1924 ist Bobfahren für Männer olympisch. Im Jahr 2002 wurden erstmals Frauen im Zweierbob zu olympischen Spielen zugelassen.


2. Die Geschichte


Die Erfindung des Bobsports geht auf einen Engländer zurück, der Ende des 19. Jahrhunderts zwei Schlitten mit einem Sitzbrett aneinanderkoppelte. Den vorderen Schlitten nutzte er zum Lenken.

Kurz darauf konstruierte der Schweizer Christian Mathis den ersten renntauglichen Bobschlitten aus Holz. Die Kufen waren aus Stahl. Die ersten Bobbahnen wurden Anfang des 20. Jahrhundert in der Schweiz gebaut. Denn für die herkömmlichen Schlittenbahnen waren die modernen Bobs zu schnell.

Im Jahr 1911 wurde der offizielle Bob- und Schlittenverband für Deutschland gegründet. Bei den ersten olympischen Winterspielen waren noch fünf Fahrer im Bob erlaubt. Heute werden die Bobs nur noch zu viert beziehungsweise zu zweit gefahren.


3. Der Ablauf


Seit den 30er Jahren ist das Erwärmen der Kufen vor den Rennen verboten. Die Bobs müssen eine halbe Stunde vor dem Start zu technischen Kontrollen bereitstehen und dürfen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr bearbeitet werden.

Der Bobstart findet in einer 15 Meter langen Anlaufzone statt. Nachdem die Ampel grün geschaltet wird, ist die Bahn freigegeben. Der Pilot, der vorne im Bob sitzt, gibt das persönliche Startsignal für seine Mannschaft. Mit kurzen Schritten, die allmählich länger werden, bringen die Athleten ihr Gefährt auf Geschwindigkeit und springen letztendlich nacheinander in den Schlitten. Die Bobfahrer steigen in der Reihenfolge ein, in der sie auch im Bob sitzen.

Der Pilot lenkt den Bob und versucht, die Banden nicht zu berühren. Seine Mannschaft sitzt mit gesenkten Köpfen hinter ihm und macht die Bewegungen des Schlittens mit. Falsche Gewichtsverlagerung kann wichtige Sekunden kosten oder den Bob sogar zum Stürzen bringen.


4. Die Bahn


Bobbahnen sind Kunsteisbahnen, die auch für Rodel- und Skeletonwettbewerbe genutzt werden können. Sie sind rund 140 Zentimeter breit und mindestens 1200 Meter lang. Die Natureisbahnen, die Anfang des 20.Jahrhundert entstanden sind, waren mit Längen bis zu 2500 Metern deutlich länger. Die einzige Natureisbahn, die auch heute noch für internationale Großereignisse genutzt wird, befindet sich in Sankt Moritz.

Die künstlichen Eisbahnen sind rinnenförmig. Das Eis ist zumeist in einen Betonkanal gegossen. Jede Bahn enthält mindestens fünf überhöhte Kurven, mit bis zu fünf Meter hohen Außenwänden. Die Banden auf den Geraden sind zumeist nicht höher als einen Meter.

Das Durchschnittsgefälle der Bobbahnen liegt bei acht Prozent. Mehr als 15 Prozent Gefälle sind verboten. Denn die Bobs erreichen Geschwindigkeiten von weit mehr als 100 km/h.


5. Bobsport – Der Bob


Der Bob ist ein Stahlschlitten. Die windschnittigen Sportgeräte sind mit einer Kunststoffhaube verkleidet. Das Besondere am Bob sind die beiden hintereinander angeordneten Kufenpaare. Das vordere Kufenpaar ist beweglich und durch Steuerseile lenkbar. Die hinteren Kufen sind fixiert.

An den Seiten eines jeden Bobs sind Schubbügel angebracht, die nach der Startphase eingeklappt werden. Zudem ist jeder Bob mit einer Bremse ausgestattet.

Es gibt Zweier- und Viererbobs. Ein Zweierbob ist nicht länger als 2,70 Meter, ein Viererbob nicht länger als 3,80 Meter. Die Breite ist auf 67 Zentimeter festgelegt. Einschließlich Athleten darf ein Zweierbob höchstens 390 Kilogramm, ein Viererbob 630 Kilogramm wiegen.


6. Die Athleten


Die meisten Bobsportler sind athletisch gebaut. Nicht selten kommen sie ursprünglich aus der Leichtathletik. Denn beim Bobfahren ist ein schneller Antrieb gefragt. Besonders die Anschubkraft, mit der die Bobs beim Start in Bewegung gesetzt werden, ist für den Erfolg entscheidend.

Vorne im Bob sitzt der Pilot. Er hält die Steuerseile in der Hand und lenkt das Gefährt. Ganz hinten ist der Bremser lokalisiert. Er betätigt beim Zieleinlauf die Bremse. Beim Viererbob sitzen in der Mitte noch zwei Sprinter, deren Hauptaufgabe es ist, mittels Antrittsschnelligkeit dem Bob möglichst viel Schubkraft zu geben. Entscheidend ist in dieser Phase die Synchronität aller Athleten. Ist nur ein Fahrer zu früh, stößt er an den mehr als 200 Kilogramm schweren Bob, wird daraufhin zurückgeworfen und stört die Synchronität. Ein guter Start ist für die bestmögliche Endzeit entscheidend.

Zum Schutz tragen alle Bobfahrer einen Helm und Handschuhe. Spezielle Schuhe, deren Sohlen mit Stahlbürsten versetzt sind, gewährleisten optimale Haftung auf der vereisten Bahn. Der Rennanzug der Bobfahrer besteht aus dünnem, windschnittigem Material.


7. Wissenswertes


Der Amerikaner Edward Eagan ist der einzige Sportler in der olympischen Geschichte, der sowohl bei den Sommer- als auch bei den Winterspielen eine Goldmedaille in unterschiedlichen Disziplinen gewann.

Im Jahr 1932 ging Eagan im Viererbob an den Start und holte zusammen mit seinem Team Gold. Zwölf Jahre zuvor stand er in Belgien als Boxsieger im Halbschwergewicht ganz oben auf dem olympischen Treppchen.





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