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Omega 3 Fettsäuren in der Schwangerschaft: Was du über den wichtigen Nährstoff wissen musst

Fettsäuren in der Schwangerschaft? Nein, sorry, hier geht es nicht um Chips, Pommes und Schokolade. Wir sprechen von den Omega-3-Fettsäuren, die als essenzieller Nährstoff eine wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung deines Babys spielen. Für dich bedeutet das: regelmäßig fetten Fisch essen oder Supplements nutzen. Hier erfährst du, welche Omega-3-Fettsäure genau die richtige für dich ist, wie viel du davon brauchst und wie du sie perfekt in deine Ernährung integrierst.

Willst du mehr zum Thema Omega-3-Fettsäuren wissen? In unserem großen Guide bekommst du alle wichtigen Infos.

Das Wichtigste in Kürze:
Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft sind wichtig für die Entwicklung deines Babys. Sie unterstützen u. a. die normale Gehirnfunktion und Entwicklung der Augen.
Schwangere sollten auf eine ausreichende Versorgung achten. Empfohlen werden täglich mindestens 200 mg DHA über die Ernährung oder als Ergänzung.
Der Omega-3-Index zeigt die individuelle Versorgung klar. Viele Frauen erreichen die empfohlenen Werte aber nicht.
Fettreiche Fischarten liefern viel Omega-3, erfordern aber große Portionen, die häufig schwer in den Speiseplan zu integrieren sind.
Hochwertige Supplements aus Fisch- oder Algenöl können dabei helfen, die benötigte Menge zu erreichen.

Warum ist Omega 3 in der Schwangerschaft wichtig?

Omega-3 (speziell DHA) unterstützt in der Schwangerschaft die normale Entwicklung von Gehirn und Augen des Babys. Es trägt zudem zur normalen Herzfunktion der Mutter bei und ist für euch beide ein echtes Performance-Nutrient.

Wenn du pregnant bist, läuft dein Körper auf einem völlig neuen Level. Jede einzelne Nährstoff-Entscheidung hat Impact. Das ungeborene Kind ist dabei auf deine Zufuhr angewiesen. Genau hier kommen die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA ins Spiel.

DHA: Fokus auf Baby-Entwicklung
Die Fettsäure Docosahexaensäure, kurz DHA, ist als marine Omega-3-Quelle besonders wichtig und übernimmt in der Schwangerschaft eine Schlüsselrolle für die Omega-3-Versorgung: DHA wird aktiv über die Plazenta transportiert und gezielt in empfindliche Gewebe der Zellmembranen eingebaut. Gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft steigt der Bedarf, weil das ungeborene Kind in dieser Phase massiv Nervengewebe aufbaut.

Positive Effekte sind (bei ausreichender Zufuhr) wissenschaftlich belegt: So trägt die Aufnahme von DHA durch dich als Mutter zur normalen Entwicklung der Augen und Sehkraft sowie des Gehirns beim Fötus und beim gestillten Säugling bei.

EPA: Support für dich
Eicosapentaensäure spielt als zweite marine Form ebenfalls eine Rolle. Zusammen mit DHA trägt es zur normalen Herzfunktion bei. Das ist vor allem für dich als werdende Mama relevant, weil dein Herz-Kreislauf-System während der Schwangerschaft mehr leisten muss.

ALA: pflanzliche Basis mit Limit
Die dritte Omega-3-Fettsäure im Bunde spielt in der Schwangerschaft und Stillzeit eher eine Nebenrolle: Alpha-Linolensäure ist die pflanzliche Form, die z. B. in Leinöl oder Chiasamen vorkommt. ALA kann im Körper zwar in DHA umgewandelt werden, der Effekt ist allerdings gering.

Mini-Check:

  • DHA ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklung von Gehirn und Augen.
  • EPA ergänzt die Versorgung und unterstützt deine normale Herzfunktion.
  • ALA ist eine Basis, ersetzt aber keine direkte DHA-Zufuhr.

Neben den genannten zugelassenen Health Claims wird auch in anderen Bereichen intensiv geforscht. Ein Review zeigt, dass eine höhere Aufnahme mariner Omega-3-Fettsäuren mit einem reduzierten Risiko für eine Frühgeburt in Verbindung stehen kann.[1]

Darüber hinaus untersucht die Wissenschaft, ob Omega-3 einen Einfluss auf Erkrankungen wie Schwangerschaftsdiabetes, Präeklampsie, depressive Verstimmungen, Allergien oder sogar Asthma beim Kind haben kann. Die Datenlage ist hier noch nicht eindeutig, einige Erkenntnisse deuten dies aber bereits an.[2]

Richtige Dosierung: Wie viel Omega-3-Fettsäuren werden schwangeren Frauen empfohlen?

Schwangeren werden mindestens 200 mg DHA pro Tag empfohlen. Für eine ausreichende Versorgung liegen die Empfehlungswerte sogar meist noch höher.

Mehrere Fachgesellschaften geben klare Referenzwerte vor, wie viel Omega-3 man am Tag einnehmen sollte. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nennt für gesunde Erwachsene für EPA und DHA gemeinsam 250 mg pro Tag. In der Schwangerschaft empfiehlt sie zusätzlich 100–200 mg DHA täglich. Das sind also bis zu 400 mg pro Tag in der Summe.[3]

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie das bundesweite Netzwerk Gesund ins Leben geben eine Empfehlung von mindestens 200 mg DHA pro Tag vor.[4][5]

Supplement oder Ernährung: Wie bekommen Mutter und Kind Omega-3?

Eine gute Versorgung für dich und dein Kind gelingt über die Ernährung mit Hering oder Makrele. Wer nicht regelmäßig Fisch isst, kann die empfohlene Dosis gezielt über Supplements aufnehmen.

Vorab: Dein Körper kann Omega 3 nicht selbst herstellen. Deshalb bist du über deine Ernährung auf den essenziellen Nährstoff angewiesen. Hier erfährst du ausführlich, in welchen Lebensmitteln Omega-3 steckt.

Die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA kommen natürlicherweise vor allem in fettreichen Fischarten wie Lachs, Hering und Makrele vor. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren für eine gute Versorgung mit Omega-3 deshalb, regelmäßig Fisch zu essen. Idealerweise ein- bis zweimal pro Woche.[4]

Aber die Praxis sieht oft anders aus: Nicht jede mag Fisch oder ernährt sich vegetarisch oder vegan. Manche vertragen bestimmte Fischarten nicht oder reagieren mit Allergien. Dazu kommt das Thema Quecksilber. Besonders große Raubfische wie Thunfisch können stärker belastet sein. In der Schwangerschaft solltest du Fisch daher bewusst auswählen.

Deshalb empfehlen Fachgesellschaften bei geringer Fischzufuhr in der Nutrition Nahrungsergänzungsmittel.[4][5] Fisch- und Algenöl in Form von Kapseln oder Tropfen sind etablierte Optionen. Algenöl wird meist aus Mikroalgen wie Schizochytrium gewonnen und liefert direkt DHA. Für Veganer ist das die erste Wahl. Eine Alternative ist Krillöl, das aus kleinen Krebstieren gewonnen wird.

Ernährung vs. Supplement: Quick-Check

Aspekt Fettreicher Fisch Supps
Omega-3-Gehalt Variiert je nach Fischart Deklariert, planbar
Erreichen der Dosis Große Portionen nötig Dosis komprimiert
Quecksilberbelastung Risiko bei großen Raubfischen, auf entsprechende Qualität achten Kontrolliert, keine Belastung
Regelmäßigkeit Abhängig von Essgewohnheiten Einfach täglich einnehmen
Vegan geeignet? Nein Algenöl ja, Fischöl nein
Effekt auf Versorgung Schwankt, oft unter Referenzwert erleichtert gute Versorgung

Coach-Tipp: Ob über fettreichen Seefisch oder gezielt supplementiert – entscheidend ist, dass du mindestens die empfohlenen 200 mg DHA pro Tag (und eher mehr) erreichst. Unser Omega-Gold-Supplement liefert sogar 550 mg EPA & DHA-Fettsäuren plus Vitamin E.

FAQs häufig gestellte Fragen

Kann man Omega-3 und Folsäure zusammen einnehmen?

Ja, das ist problemlos möglich. Folsäure wird in der Schwangerschaft für die Zellteilung und die normale Entwicklung des Babys empfohlen. Die Omega-3-Fettsäure DHA trägt zusätzlich zur normalen Entwicklung von Gehirn und Augen des Ungeborenen bei.

Wann darf man Omega-3 in der Schwangerschaft nicht nehmen?

Bei bekannten Allergien gegen Algen- oder Fischöl solltest du vorsichtig sein. Wer blutverdünnende Medikamente nutzt, hält vorher ärztliche Rücksprache. Ansonsten gilt Omega-3 bei empfohlener Dosierung in der Schwangerschaft als sicher.

Ab wann sollte ich Omega-3 einnehmen?

Idealerweise schon vor dem Kinderwunsch, um die Versorgung zu sichern. Während der gesamten Schwangerschaft bleibt DHA besonders wichtig für die normale Entwicklung von Augen und des Gehirns deines Babys.

Reicht eine pflanzliche Omega-3-Zufuhr aus?

ALA aus Leinöl oder Chiasamen ist sinnvoll, wird aber nur begrenzt in DHA umgewandelt. Für Veganer und Vegetarier kommt als pflanzliche DHA-Option lediglich Algenöl infrage.

Muss ich Omega-3 jeden Tag in der Schwangerschaft nehmen?

Regelmäßigkeit zählt! Die tägliche Einnahme ist optimal, um einen konstanten Versorgungsstatus sicherzustellen. Lücken oder Zufallslösungen bringen weniger Effekt für dich und dein Baby.

Was soll ich tun, wenn ich meine Omega-3-Dosis vergesse?

Kein Drama! Einfach am nächsten Tag weitermachen. Omega-3 wirkt langfristig. Einzelne vergessene Dosen haben keinen sofortigen Negativ-Effekt.

Fazit

Omega-3 in der Schwangerschaft ist kein Extra, sondern ein wichtiger Nährstoff für dein ungeborenes Baby in der Schwangerschaft. Wer nicht regelmäßig fettreichen Fisch isst, nutzt Supplements, um die empfohlene Menge von Minimum 200 mg DHA täglich planbar zu erreichen. Prüfe deinen Omega-3-Index, um Klarheit statt Vermutungen zu haben. Dein Mindset entscheidet, wie konsequent du dranbleibst. Mach die Omega-3-Versorgung zu deiner Daily-Priority.

Quellen

[1] Philippa Middleton, Judith C. Gomersall,Jacqueline F. Gould,Emily Shepherd, Sjurdur F. Olsen,Maria Makrides, Zugabe von Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft – PubMed

[2] Dr. Volker Schmiedel, M.A., Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft | springermedizin.at

[3] Dominique Turck et. al, Scientific Opinion on Dietary Reference Values for fats, including saturated fatty acids, polyunsaturated fatty acids, monounsaturated fatty acids, trans fatty acids, and cholesterol - - 2010 - EFSA Journal - Wiley Online Library

[4] Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Handlungsempfehlungen - Ernährung in der Schwangerschaft | DGE und Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Schwangerschaft | DGE

[5] Koletzko B, et.al., Ernährung und Lebensstil vor und während der Schwangerschaft Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben.[5]

DHA in der Schwangerschaft – wofür und wieviel? - Deutsche Apotheker Zeitung

Netzwerk Gesund ins Leben, Sind Supplemente mit Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft notwendig?- Gesund ins Leben

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