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Bergsteigen - Freiklettern und technisches Klettern

Beim Bergsteigen können grundlegend zwei verschiedene Arten unterschieden werden: Freiklettern und technisches Klettern. Freiklettern bedeutet dabei, dass für die Fortbewegung während des Kletterns nur Hände und Füße gestattet sind. Beim technischen Klettern hingegen sind auch Hilfsmittel wie Seile, Haken, Strickleitern und ähnliches erlaubt.

Oftmals wird das Freiklettern fälschlicherweise mit dem Free-Soloklettern gleichgesetzt. Free Solo bedeutet, das beim Klettern komplett auf jegliche Hilfsmittel verzichtet wird. Das ist beim Freiklettern nicht der Fall. Hier ist es durchaus erlaubt, Hilfsmittel zu verwenden, allerdings nur aus Sicherheitsgründen. So können beispielsweise Haken und Seile eingesetzt werden, um bei einem etwaigen Absturz gesichert zu sein. Beim Free Solo hingegen wird auf jegliche Sicherung verzichtet und jeder Fehler kann tödliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der gängigste Einsatz von Hilfsmitteln beim technischen Klettern ist es, Sicherungshaken als Griffe und Tritte zu benutzen. Neben diesen Sicherungshaken können aber ebenso Haken in den Fels geschlagen werden, die ausschließlich zur Fortbewegung eingesetzt werden, zum Beispiel, indem man sich an ihnen mithilfe eines Seiles hochzieht. Auch der Einsatz von Strickleitern gehört zum Repertoire der technischen Kletterer. Mit dem technischem Klettern ist es möglich, sogar waagerechte Felsdächer und glatte Wandabschnitte, die keine Möglichkeit zum Einschlagen eines Hakens bieten, zu durchklettern. Im Fall eines Felsdaches werden die Haken in einer Reihe hintereinander eingeschlagen. So kann sich der Kletterer an ihnen fortbewegen. Glatte Felsen ohne Risse können bezwungen werden, indem Haken in zuvor gebohrte Löcher geklebt, zementiert oder mit einem Dübel befestigt werden.

Da die Techniken bei dieser Art des Kletterns sowohl zeitlich als auch hinsichtlich der benötigten Ausrüstung sehr aufwendig sind, ist seit den 1970er Jahren das Freiklettern populärer geworden. Zuvor bestand ein großer Reiz des technischen Klettern darin, noch nie zuvor durchstiegene Felswände zu beklettern. Nachdem alle Wände durchklettert waren, erfreute sich die größere Herausforderung des Freiklettern wieder ausgeprägterer Beliebtheit. Extrem lange und anspruchsvolle Routen werden aber weiterhin eher durch technisches Klettern bewältigt.

Bergsteigen im 19. Jahrhundert


Nachdem im Jahr 1786 mit dem Mont Blanc in Frankreich bereits der höchste Berg Europas bestiegen wurde, war es 1802 der Deutsche Alexander von Humboldt, der in Südamerika am Chimborazo, dem damals höchsten bekannten Berg, auf eine Höhe von 5800 Metern stieg. Dadurch hatte von Humboldt sich den Höhenweltrekord gesichert, den er 30 Jahre lang hielt.

Auch Frauen waren bereits im 19. Jahrhundert aktive Bergsteigerinnen. Marie Paradis gelang 1809 als erster Frau die Besteigung des Mont Blanc, es war erst die siebte Besteigung des Daches Europas überhaupt.

1852 konnte der höchste Berg der Erde relativ genau vermessen werden. Er wurde nach Sir George Everest benannt, da dieser zuvor Chef des Vermessungsamtes gewesen war. In den Folgejahren kam es in Europa zur Gründung vieler Bergsteig-Vereine. Die ersten Expeditionen führten aber häufig zu Katastrophen. So starben allein zwischen 1865 und 1867 acht Menschen am Matterhorn. 1880 konnte der Gipfel des 6310 Meter hohen Chimborazo erstmals bestiegen werden, neun Jahre später der höchste Berg Afrikas, der 5895 Meter hohe Kilimandscharo.

In den folgenden Jahren machte das Bergsteigen organisatorische Fortschritte. 1894 wurde der erste Führer veröffentlicht, der die beschriebenen Bergtouren mit Schwierigkeitsgraden beurteilte. Diese Bewertungsskala wurde beständig weiterentwickelt und trägt heute den Namen UIAA-Skala. Ein weiterer wichtiger Fortschritt war am Ende des 19. Jahrhunderts die Gründung der ersten Rettungsorganisation in den Alpen. Diese Organisation hießt Alpiner Rettungsausschuss, war in Wien ansässig und ist ein Vorgänger des heutigen österreichischen Bergrettungsdienstes.

Bergsteigen - Reinhold Messner


Der bekannteste Bergsteiger Deutschlands, Reinhold Andreas Messner, wurde 1944 in Brixen geboren. Dieser Südtiroler Ort liegt in Italien, aber über 70 Prozent der ansässigen Bevölkerung sprechen Deutsch. Neben seinen Aktivitäten als Extrembergsteiger ist Messner auch Buchautor und Abenteurer, außerdem war er Politiker der Südtiroler Grünen.

Messner ist eine Koryphäe des internationalen Bergsteigens und gehört zu den erfolgreichsten Bergsteigern aller Zeiten. Er stellte zahlreiche Rekorde auf und bewältigte viele extreme Herausforderungen als erster Mensch überhaupt. So war er zum Beispiel 1978 gemeinsam mit Peter Habeler der erste Mensch, der ohne Flaschensauerstoff das Dach der Welt, den Gipfel des Mount Everest, erreichte. Im selben Jahr gelang es ihm zudem, als erster Mensch der Welt einen über 8000 Meter hohen Berg, den Nanga Parbat, allein zu besteigen.

Am meisten Ruhm wurde Messner zuteil, da er der erste Mensch der Welt ist, der auf den Gipfeln aller 14 Achttausender stand. Dies gelang ihm zwischen 1970 und 1986. Noch bemerkenswerter ist diese Leistung, da Messner alle Berge ohne Flaschensauerstoff bestieg. Messner beeinflusste die Entwicklung des Höhenbergsteigens maßgeblich, indem er den Alpinstil auch im Himalaya anwendete. Zuvor war der klassische Expeditionsstil verbreitet, bei dem zahlreiche Helfer benötigt werden, wie zum Beispiel Hochträger. Außerdem wird eine Route mit Fixseilen, Leitern und anderem präpariert und es werden mehrere Hochlager und Materialdepots eingerichtet. Im Alpinstil hingegen werden die Anstiege nur mit einer kleinen Seilschaft zurückgelegt, ohne fremde Hilfe und ohne Unterbrechung vom Basislager bis zum Gipfel und wieder zurück. Dieser Stil ist zwar weitaus weniger aufwendig aber dafür viel anspruchsvoller.

Traurige Berühmtheit erlangte Reinhold Messner bereits 1970, als sein Bruder Günther während einer gemeinsamen Expedition am Nanga Parbat starb. Beide hatten gemeinsam den Gipfel erreicht. Was anschließend geschah, konnte nie genau geklärt werden und führte sogar zu juristischen Auseinandersetzungen mit anderen Expeditionsteilnehmern, die teilweise Vorwürfe gegenüber Messner erhoben. Er selbst erlitt während der Expedition schwere Erfrierungen, so dass ihm sieben Zehen amputiert werden mussten. Gerade deshalb zog er in den folgenden Jahren besonders hohe Berge den etwas niedrigeren vor, da es ihm mit nur noch drei Zehen leichter fiel, im Eis voranzukommen, als im Fels zu klettern.

Bergsteigen im 20. Jahrhundert


Nachdem im 19. Jahrhundert schon viele wichtige Grundlagen geschaffen wurden, professionalisierte sich das Bergsteigen im 20. Jahrhundert immer mehr. So war es 1907 einer englisch-französischen Gruppe möglich, mit dem 7120 Meter hohen Trishul in Indien erstmals einen Siebentausender zu besteigen.

Wichtige technische Entwicklungen waren 1908 das zehnzackige Steigeisen und 1924 die Verwendung des ersten Eishakens. 1913 wurde auch der höchste Berg Nordamerikas erklommen, der 6194 Meter hohe Mount McKinley. 1924 fand die dritte britische Expedition am Mount Everest statt. Dabei konnte Edward Felix Norton mit 8572 Metern zwar einen neuen Höhenweltrekord aufstellen, aber zwei seiner Begleiter starben, als sie während eines Sturmes verschwanden.

1938 konnte auch die letzte Herausforderung der Alpen bewältigt werden, die Eiger-Nordwand wurde erstmals erfolgreich durchstiegen. Ein Jahr später gelang beinahe die Besteigung des zweithöchsten Berges der Welt. Der Deutsch-Amerikaner Fritz Wiessner und Pasang Dawa Lama hatten den Gipfel des 8611 Meter hohen K2 im Himalaya schon fast erreicht, kehrten kurz vorher aber um. 1950 konnte dann der erste Gipfel eines Achttausenders erklommen werden, die 8091 Meter hohe Annapurna. Drei Jahre später gelang es Edmund Hillary und Tenzing Norgay, den höchsten Punkt der Erde zu erreichen, den Gipfel des Mount Everest. 1964 gelang es, auch den letzten noch unbestiegenen Achttausender zu begehen, den 8027 Meter hohen Shishapangma.

1973 wurde als Weiterentwicklung der vorigen Skalen die immer noch gültige Schwierigkeitsskala, die UIAA-Skala, veröffentlicht. 1986 war ein besonderes Jahr für den Sport Bergsteigen. Reinhold Messner vollendete seine Besteigung aller Achttausender, der Kanadier Pat Morrow bestieg als Erster die Seven Summits, die höchsten Berge aller Kontinente, aber allein am K2 kam es in diesem Jahr auch zum Tod von 13 Bergsteigern. Nachdem 1996 weitere 12 Bergsteiger am Mount Everest starben, entstand eine kritische Diskussion über die kommerziell orientierten Bergsteig-Expeditionen.