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  1. Aber ist das wirklich die Realität?
  2. Aber Vorsicht:

Bodybuilding - Und wo bleibt der Spaß?

Themen: Bodybuilding Spaß Training

Von Erik „BamBam" Dreesen

„Im Bodybuilding erreicht man nur dann etwas, wenn man immer 110% gibt!" – „No Pain, No Gain!"

Wer kennt sie nicht, die schönen Motivationssprüche, die einem immer wieder vor Augen führen sollen, das man in unserem schönen Sport nur dann Erfolg hat, wenn man 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 12 Monate im Jahr Bodybuilding lebt. Keine Trainingseinheit ausfallen lassen, regelmäßig alle 2-3 Stunden essen, kein Zucker, kein Fett, ordentlich Proteinpulver und Supplements, im Training keine Schmerzen, bis der Muskel um Gnade fleht, das ist es, was einen richtigen Bodybuilder ausmacht.

Wissen sie was? Das ist der größte Bullshit, den es gibt. Im Gegenteil, ich möchte gar nicht wissen, wie viele hoffnungsvolle Talente genau deshalb irgendwann den Sport an den Nagel gehängt haben, einfach weil sie es nicht mehr eingesehen haben, jeden Tag zu 110% nach dem Sport zu leben und ihr ganzes Leben danach auszurichten.

Dabei ist es in 99% aller Fälle gar nicht notwendig sondern setzt einen Athleten im Zweifelsfall sogar lediglich psychischen Druck aus, der viele wiederum irgendwann zum Aufgeben bringt, zumindest aber richtig guten Fortschritten eher schadet, als ihnen nützt, denn auch die Seele spielt im Bodybuilding eine nicht zu unterschätzende Rolle.

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Oft sind gerade Anfänger und leicht Fortgeschrittene regelrecht süchtig nach dem Sport und möchten so schnell es geht an die Spitze kommen. Sie sehen die Bilder in den Magazinen oder im Internet und wollen in möglichst kurzer Zeit ebenfalls einen so massiven Körper erlangen. Wenn sie dann die erfolgreicheren Mitglieder im Studio fragen oder die Berichte lesen, so kommen immer wieder die typischen Aussagen, von denen oben nur einmal ein paar wiedergegeben sind.

1. Aber ist das wirklich die Realität?


Schauen sie sich einmal um, bei welchem Athleten wirklich zutrifft, dass er einen 100%-Lifestyle führt. Nicht wenige Wettkämpfer haben in der Offseason doch eher Ähnlichkeit mit einem Bellybuilder als mit einem Bodybuilder und das liegt sicher nicht an zuviel Pute mit Reis.

Oder gehen sie einmal auf eine Meisterschaft und suchen sie das nächstgelegene Fast-Food-Restaurant einer der beiden bekannten Ketten auf. Sie werden dort genug Zuschauer der Meisterschaft finden, die gerade ordentlich in sich reinstopfen und dabei werden sicher nicht die Brötchenhälften aus Weißmehl weggeworfen und die Mayonnaise vom Burger gekratzt. Der Anblick ausgezehrter Muskelgiganten macht wohl auch selbst hungrig.

Dem großen Arnold wird die Aussage zugeschrieben, das, „wenn Scheiße fressen Muskeln bringen würde, er auch das tun würde." Nicht wenige Sportler interpretieren das noch heute so, das Bodybuilder-Essen einfach schlecht schmecken muss, eintönig ist und man da einfach durch muss, wenn man Erfolg haben will. Arnold hat sicher in seiner Wettkampfzeit vieles dem Sport untergeordnet, beim Essen und Ausgehen war das aber auch nicht immer der Fall, hat er doch selbst in Interviews über zügellose Partys damals gesprochen. An anderer Stelle beschrieb er, wie man sich im Anschluss ans Training zum Hühnchen-Wettessen traf, wobei sicherlich nicht die Haut weggeworfen wurde.

Das Ergebnis ist bekannt, der Mann wurde siebenfacher Mr. Olympia. Von Ronnie Coleman, einem anderen Giganten des Sports, wurde berichtet, dass er im Anschluss an den Mr. Olympia für zwei bis drei Monate gar nicht trainierte. Natürlich ist so eine Einstellung für 99,9% der anderen Bodybuilder nicht der Weg zum Erfolg, aber mal eine Einheit auszulassen ist auch für diese Gruppe kein Weltuntergang.

Letztlich hat jeder irgendwo seine Schwächen, denn niemand ist perfekt. Also ist es auch völlig normal, wenn man sich auch als härtester, ambitioniertester Bodybuilder mal einen Schummeltag, eine leichtere Trainingseinheit oder ein Glas Bier gönnt. Das bringt einen nicht um und behindert auch nicht die Fortschritte, sofern es nicht zu häufig passiert.

2. Aber Vorsicht:

Jeder definiert „häufig" natürlich anders. Sicher, wenn sie täglich zur Kette mit dem großen „M" fahren, dazu ein paar Bierchen trinken und rauchen wie ein Schlot, sollten sie nicht mangelnder Genetik die Schuld an ausbleibenden Fortschritten geben. Wenn sie aber nur mal alle 2-3 Wochen einen Schummeltag einlegen, dann wird sich das sicher nicht negativ auswirken.

Ebenso sieht es mit dem von vielen praktizierten Meiden sämtlicher Weißmehl-, Zucker- oder tierischer Fettquellen aus. Mal ein Riegel Schokolade, Frühstückssemmel mit Marmelade oder ein Schweinesteak vom Grill führt sicher nicht zu sofortigem Verlust der Form. Es ist einfach alles eine Frage des Maßes.

Des gilt sogar in der Diät, je mehr sie den Sport als Hobby und nicht als Wettkampf betrachten. Sicher ein Wettkampfbodybuilder sollte seine Diät streng durchziehen. Auf der Bühne fragt am Ende keiner, ob man sich in der Diät einen Ausrutscher geleistet hat oder nicht. Hier zählt nur das Ergebnis und nur wenig ist für einen Athleten niederschmetternder als sich auf der Bühne eingestehen zu müssen, seine Hausaufgaben nicht gemacht zu haben.

Wenn Sie aber den Sport nur als Hobby betrachten, selbst wenn ambitioniert, so wird auch ein kleiner Ausrutscher in der Diät nicht ihren Erfolg von 6 Wochen Fettabbau zunichte machen oder ihre Strandform ruinieren. Im Gegenteil, so etwas kann sogar helfen den Stoffwechsel in Schwung zu halten und auch vom Kopf her frisch zu bleiben. Mag sein, dass sie von einem Schummeltag kurzfristig 1-2kg zunehmen, sofern sie danach aber zu Ihrer Diät zurückkehren ist dieses Gewicht, das ohnehin fast vollständig aus Wasser besteht, in 2-3 Tagen wieder runter.

Nicht viel anders sieht es beim Thema Training aus. Wie oft höre ich von jungen Bodybuildern, dass ihre Freunde sich bei ihnen beschweren, weil sie immer genau dann trainieren müssen, wenn die anderen mit ihnen um die Häuser ziehen wollen. Nur, wieso?
Was spricht dagegen, das Training einfach auf den folgenden Tag zu legen? Schließlich ist man ja nicht ständig unterwegs und mal ein Pausentag mehr hat noch niemandem geschadet. Wer es ganz besonders genau nehmen will, der legt halt einfach in den folgenden Tagen das Training so, dass sich die Pausen wieder ausgleichen.
Selbst wenn man einmal eine Woche in den Urlaub fährt, so wird ein Athlet, der sonst immer kontinuierlich trainiert, in dieser Zeit sicher keine Muskelmasse verlieren. Oftmals hat man im Anschluss sogar mehr Power als vorher, weil man endlich mal richtig regenerieren und Energie tanken konnte. Nicht umsonst gibt es auch die Weisheit, dass ein Muskel nicht während des Trainings, sondern in den Zeiträumen dazwischen wächst.

Ganz besonders trifft dies natürlich dann zu, wenn man krank und damit körperlich geschwächt ist. Wer sich aus falsch verstandenem Ehrgeiz auch dann ins Training quält, wenn er eigentlich ins Bett gehört, der zögert oft nicht nur die Genesung hinaus, sondern er riskiert auch im schlimmsten Fall schwere Folgeschäden, die bis zum lebenslangen Sportverbot führen können. Ohnehin sollte man sich einfach die Frage stellen, was einen mehr zurückwirft, ein paar Tage Pause nach denen man wieder mit vollem Einsatz ans Werk gehen kann oder eine Erkrankung, die sich durch ständige Belastung eventuell über Wochen zieht und ein wirklich hartes Training unmöglich macht.

Erfolgreiches Bodybuilding ist zwar eine Lebenseinstellung, das Wort Lebenseinstellung bedeutet aber mehr, als nur kompromisslos seinen Stiefel durchzuziehen und alles im Leben diesem unterzuordnen. Im Gegenteil, wenn man dauerhaft motiviert bleiben will, dann sollte man von vorneherein eine gewisse Flexibilität an den Tag legen. Am Ende zahlt sich das aus und man bleibt auch langfristig mit Spaß dabei.

Nicht der Verbissenste, sondern der Smarteste ist es, der am Ende am meisten aus seinen Möglichkeiten macht. Smart zu sein heißt aber auch, dass man selbstkritisch ist und bereit, sich bei ausbleibenden Fortschritten einmal selbst zu fragen, ob man alles nicht vielleicht sogar zu locker sieht. Das ist eine Gratwanderung, natürlich, allerdings eine, die auch den Spaß am Leben abseits vom Sport erhält.

Mittlerweile bin ich 19 Jahre in diesem schönen Sport, sei es als aktiver Athlet, Trainer, Betreuer oder einfach nur als einer seiner größten Fans. Glauben Sie mir, den Übermenschen und perfekt disziplinierten Bodybuilder habe ich in all den Jahren noch nicht getroffen. Im Gegenteil, wie so oft im Leben waren es oft gerade die, die sich als am Diszipliniertesten und Härtesten zu sich selbst darstellten, die, wenn es dann mal soweit war, am meisten über die Strenge geschlagen haben. Gelegentlich tut so etwas einfach auch mal gut. Vielleicht nicht unbedingt dem Körper, der Seele aber ganz sicher.


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