 Interview mit Sportkletterer Jürgen ReisDornbirn (mima) - Mit dem dritten Gesamtplatz beim diesjährigen Austria Cup geht auch für Sportkletterer Jürgen Reis die Saison langsam zu Ende. Für die Zukunft hat der Dornbirner aber noch große Ziele: Mit freundlicher Genehmigung v. Jürgen Reis/ © Michael Mäser Michael Mäser: Wie hoch ist der dritte Gesamtplatz beim Austria Cup einzuschätzen? Reis: Grundsätzlich bin ich mit dem Verlauf der Wettkämpfe zufrieden und die Rangliste geht für mich ok. Der Zweitplatzierte Jakob Schubert ist mit der Weltrang Platzierung neun der Österreichische Teamkapitän und Sieger Max Rudigier ist für die Zukunft ein ganz heißes Eisen. Mit Rang drei konnte ich mich aber noch vor dem letztjährigen Staatsmeister platzieren. Unter den Top drei in Österreich zu sein, ist auf alle Fälle ein tolles Ergebnis. Michael Mäser: Wie verlief dein sportliches Jahr 2009 aus deiner Sicht? Reis: Im Weltcup konnte ich leider nie die richtigen Läufe erwischen und es lief nicht nach meinen Wünschen. Dabei konnte ich eigentlich nie so richtig in Fahrt kommen. Besser erging es dabei bei den nationalen Wettkämpfen, wo ich mich stets in den Finales platzieren konnte. Michael Mäser: Wie geht es weiter? Reis: Ich bereite mich derzeit auf den letzten Weltcupbewerb Mitte November in Slowenien vor. Danach ist die Saison vorbei und ich werde noch eine Trainingswoche einschieben, bevor ich Ende November nach Los Angeles fliege, wo ich von einem Sponsor eingeladen bin. Die Termine für das kommende Jahr sind zwar noch nicht fixiert, aber ich werde wieder national und international voll im Wettkampfgeschehen mitmischen. Michael Mäser: Als Sportprofi bist du mit 33 Jahren in einem gehobenen Alter. Wie lange kannst und willst du deinen Sport noch machen? Reis: Ich fühle mich derzeit, trotz meiner mittlerweile 33 Jahre so fit wie noch nie und wenn ich mich so auf der Wettkampfbühne umsehe, sind noch viele Kletterer dabei die schon über 40 und noch immer Weltklasse sind. Und solange ich Spaß habe und gesund bin, werde ich natürlich auch weiterklettern. Aber auch danach werde ich in irgendeiner Form im Leistungssport bleiben. Berufssport wird ein Leben lang meine Passion bleiben. Michael Mäser: Sportklettern ist kein Beruf wo man viel Geld verdienen kann – kannst du trotzdem gut davon leben? Reis: Ich kann in der Zwischenzeit sehr gut davon leben, da ich auch nebenbei noch viele weitere Projekte machen kann und so meine Erfahrungen weitergebe. Auslöser dazu war eine Verletzung an der Hand im Jahr 2003 – von wo an ich neben meinen Büchern auch viele andere Sachen machen konnte. Ich habe die Möglichkeit bekommen, vieles weiterzugeben und das mach ich gerne. Michael Mäser: Du bist auch erfolgreicher Buchautor – gibt es hier was Neues zum Lesen von dir? Reis: Ab Ende Jänner 2010 gibt es ein neues Buch. In Power-Quest 2 geht es wieder um viel Kraftsport und das Buch liefert wiederum zahlreiche Antworten für den Kraft- und Fitnesssportler. Es ist inzwischen das fünfte Buch einer sehr erfolgreichen Serie, in der auch schon das sechste Buch in Planung ist. Michael Mäser: Deine sportlichen und persönlichen Pläne für die Zukunft? Reis: Mir gefällt es große Ziele zu haben und daher will ich mich auch in Zukunft immer voll fordern. Dabei werde ich natürlich als Sportprofi weitermachen und mich weiterhin all meinen Projekten voll und ganz widmen. Ich möchte einmal sagen können, ich hab fast alles umgesetzt und erreicht was ich mir vorgenommen habe. Zur Person: Jürgen Reis Geboren am: 13.08.1976 Geboren in: Feldkirch Beruf: Kletterprofi, Buchautor Familie: ledig Hier finden Sie die Bücher von Jürgen Reis bei uns im Shop
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