Home HSV-Boxen und Body Attack unterstützen Straßenkinderprojekt in Afrika 

HSV-Boxen und Body Attack unterstützen Straßenkinderprojekt in Afrika


Wasser und Strom sind hier so selten wie gutes Essen und Abwechslung. Die Straßen eher Schotterpisten, die Hütten aus Lehm und Wellblech. Tiere, Kinder und Erwachsene verbringen ihre Zeit auf den Strassen, suchen im Müll nach Essbaren und versuchen bestmöglich durch den Tag zu kommen. Die Sonne brennt erbarmungslos, die Luft riecht unangenehm nach einem Mix aus Abfall, toten Tieren, Schweiß und zumindest für Europäer ungewöhnlichen Lebensmitteln.

Chiswea Projekt
Inmitten diesem friedlichen Chaos am Rande der tansanischen Stadt Arusha im Osten Afrikas befindet sich das Straßenkinderprojekt Chiswea (www.chiswea.com). Hier leben ungefähr 60 Kinder, Jungen und Mädchen zwischen 6 und 20 Jahren, die keine Eltern mehr haben oder die von ihren Familien verstoßen wurden, was in diesem Land leider keine Seltenheit ist. Hier finden sie ein zu Hause, werden in einigen Fächern unterrichtet, bekommen regelmäßige Mahlzeiten und haben eine mehr oder weniger funktionierende Gemeinschaft aufgebaut. Volunteers und Entwicklungshelfer aus Europa arbeiten hier ehrenamtlich und mit viel Engagement, um wenigstens einen kleinen Tropfen auf dem heißen Stein flüssig zu halten. Die Kinder danken es in einer kaum vorstellbaren Dankbarkeit – sie haben nichts und sind doch so glücklich für jedes kleine Zeichen an Hilfsbereitschaft und Liebe.

Michael Wendt, Boxtrainer der Abteilung HSV-Boxen, hat diesen Ort besucht und den Kindern ein einmaliges Erlebnis ermöglicht: eine Trainingsstunde im Boxen! Gut ausgestattet mit Bandagen und Mundschutz als Spende des Ausstatters BODY ATTACK FIGHT führte Michael die Kinder und Jugendlichen in die Grundlagen des Boxens ein. Sportkleidung und Sporträume gibt es nicht, lediglich einen großen kahlen Raum mit Steinfußboden, der eigentlich als Essensraum genutzt wird.

Chiswea Projekt
Hier wurden kurzerhand Tische/Stühle beiseite geschoben, ein alter selbst gebastelter Sandsack aufgehängt und schon ging es los: Michael überreichte jedem Teilnehmer die knallroten Bandagen von BODY ATTACK, die ihm fast aus der Hand gerissen wurden. In der nun folgenden Trainingseinheit bei 35 Grad kam aber nicht nur der Trainer ins schwitzen, denn auch die Kids gaben Vollgas und versuchten einander selbst zu übertreffen – in der Hoffnung dass der „große weiße Boxchamp aus Europa“ sie aus ihrer Armut befreien kann ...

Nicht nur für die Kinder in Arusha ein einmaliges Erlebnis – sondern auch für unseren Trainer Michael Wendt: „Unglaublich, mit was für einer Herzlichkeit und Freude ich an diesem doch eher traurigen Ort empfangen wurde. Man sieht plötzlich viele Dinge ganz anders und differenzierter. Und auf sportlicher Ebene hat sich hier einmal mehr gezeigt: Der Sport, und vor allem der Boxsport, elektrisiert Menschen in aller Welt gleichermaßen und verbindet die Kontinente.“

Vielen Dank an dieser Stelle auch noch mal für unseren Ausstatter BODY ATTACK FIGHT, der mit seiner Spende einen großen Teil zur Freude der Kids beigetragen hat!

 

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