Body Attack Sports Nutrition GmbH & Co. KG Body Attack GmbH&Co KG Contact Details:
Main address: Schnackenburgallee 217-223 22525 Hamburg, Germany
Tel:+49 (0)40 / 4600360 - 0, Fax:+49 (0)40 / 4600360 - 99, E-mail: service@body-attack.de
Freunde werben Freunde
Geprüfte Sicherheit neu
Start > Wissen
DIREKTEINSTIEG
  1. Anabole Diät
  2. Atkins Diät
  3. Brigitte Diät
  4. Dukan Diät
  5. Eiweißdiät
  6. Formula-Diät
  7. Hollywood Diät
  8. Kohlsuppendiät
  9. LOGI-Methode
  10. Low-Fat-Diät
  11. Trennkost
  12. Weight Watchers
  13. Body Attack Fazit

Der große Diät-Check: Welche Diät ist die Beste?

Themen: Diät Diät-Check Abnehmen

Mindestens jeder zweite Deutsche hat schon einmal eine Diät gemacht, doch welche Schlankheitskur in diesem riesigen Diäten-Dschungel taugt wirklich was? Gibt es die ultimative Diät für Jedermann? Und wie nimmt man am besten langfristig ab?

Body Attack nimmt im großen Diät-Check verschiedene Diäten für Euch unter die Lupe, fasst die Vor- und Nachteile zusammen und empfiehlt zu jeder Diät jeweils passende Produkte.


1. Anabole Diät

Trainierter Mann mit Hantel (Quelle: Shutterstock/Urheberrecht: I T A L O)Die Anabole Diät ist vorwiegend in der Bodybuilding- und Fitnessszene bekannt und wird dort häufig zur Wettkampfvorbereitung angewendet. Ziel ist es, durch die Anabole Diät Muskelmasse zuzunehmen, bzw. die antrainierte Muskelmasse zu erhalten und gleichzeitig den Körperfettanteil zu reduzieren.

Durch die sehr extreme Form der Ernährung während einer Anabolen Diät soll die Produktion von anabolen Hormonen wie Testosteron angeregt und dadurch das Verhältnis von Muskelmasse und Körperfett verbessert werden.

Die Anabole Diät teilt sich auf in zwei Phasen, die sich stetig abwechseln. Die erste Phase nennt man Kohlenhydratentladephase und dauert etwa fünf bis sechs Tage. In dieser Zeit wird fast vollständig auf Kohlenhydrate verzichtet und die tägliche Energie soll durch ca. 70 % Fett und 30 % Eiweiß aufgenommen werden. Hauptsächlich werden Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Öle usw. verzehrt, die so gut wie keine Kohlenhydrate enthalten. Durch die vollständige Entleerung der Kohlenhydratspeicher soll der Körper in die sogenannte Ketose versetzt werden, wobei er seine Energie vorrangig aus Fett bezieht. Wichtig ist in dieser Phase eine hohe Flüssigkeitszufuhr von mehreren Litern pro Tag (ca. drei bis sechs Liter).

Anschließend folgt die Aufladephase über ein bis zwei Tage, in der extrem viele Kohlenhydrate aufgenommen werden. Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Kartoffeln oder auch Brot sind nun erlaubt, um pro Tag auf eine Menge von 5 bis 7 g Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht zu kommen. Anschließend erfolgt wieder Phase 1 und die Kohlenhydratentladung beginnt von Neuem.

Vorteile: Die Anabole Diät wird hauptsächlich von Bodybuildern durchgeführt, denn sie unterstützt die Reduktion des Körperfettanteils bei gleichzeitigem Muskelschutz durch die hohe Eiweißzufuhr. Durch die Ladetage mit der hohen Kohlenhydratzufuhr werden die Muskelspeicher vergrößert und zudem die Ausschüttung anaboler Hormone angeregt.

Nachteile: Die Anabole Diät birgt auch viele Nachteile und ist nur etwas für sehr disziplinierte Menschen. Durch den extremen Verzicht kommt es schnell zu Heißhunger und zudem treten nicht selten Konzentrationsschwächen und Müdigkeit auf. Auch kann es schnell zu einem Vitamin- und Mineralstoffmangel kommen, sofern die Nahrungsmittelauswahl nur wenig abwechslungsreich gestaltet wird.

Häufig heißt es, dass durch den extrem hohen Eiweißverzehr die Gefahr einer Nierenbelastung besteht, weshalb die Anabole Diät nicht zu lange durchgeführt werden sollte. Auch die Harnsäurekonzentration im Blut kann während einer anabolen Diät ansteigen.





2. Atkins Diät

Die Atkins Diät gehört zu den Low-Carb-Diäten und ist eine der ersten Ernährungsformen, bei der vordergründig die Kohlenhydratzufuhr eingeschränkt wurde. Hauptenergielieferanten bei der Atkins Diät sind Eiweiß und Fett aus hauptsächlich tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten – und das in unbegrenzter Menge.

Die Atkins Diät teilt sich in zwei Phasen auf. Phase 1 wird so lange durchgeführt, bis das Wunschgewicht erreicht ist. Hierbei sind pro Tag lediglich 20 bis 30 g Kohlenhydrate erlaubt. Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Kuchen und Süßigkeiten sind komplett verboten. Gemüse und Obst dürfen nur eingeschränkt verzehrt werden.

Sobald das Zielgewicht erreicht ist, wird in Phase 2 übergegangen. Eine etwas höhere Menge an Kohlenhydraten ist nun erlaubt (zwischen 80 g und 150 g) und wird hauptsächlich durch Gemüse und Obst aufgenommen. Die genaue Menge richtet sich nach der individuellen Kohlenhydratschwelle, die durch Ausprobieren ermittelt wird. Sobald das Gewicht wieder ansteigt, muss die Kohlenhydratzufuhr wieder vermindert werden.

Vorteile: Bei der Atkins Diät gibt es kein lästiges Kalorienzählen, denn Eiweiß und Fett sind in unbegrenzter Menge erlaubt. Es muss also nicht gehungert werden und auch fettige Leckereien dürfen auf dem Speiseplan stehen, sofern sie keine Kohlenhydrate enthalten.

Nachteile: Die Atkins Diät hat auch Nachteile. Heutzutage wird sie kaum noch durchgeführt und hat ihre Rolle als Vorreiter für die Low-Carb-Ernährung an andere kohlenhydratarme Ernährungsformen abgegeben. Ein Grund dafür ist beispielsweise die Tatsache, dass es durch die extrem einseitige Ernährung mit nur wenig Obst und Gemüse schnell zu einer Unterversorgung an Vitaminen und Mineralstoffen kommen kann. Des Weiteren wird diskutiert, dass zu viele tierische Lebensmittel den Cholesterinspiegel erhöhen können sowie Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Nachteilig ist außerdem, dass durch den nahezu kompletten Verzicht auf Kohlenhydrate der Heißhunger auf Süßes geschürt wird. Die Atkins Diät ist außerdem gänzlich ungeeignet für Veganer und Vegetarier.





3. Brigitte Diät

Frau mit Birne und Wasser (Quelle: Shutterstock/Ariwasabi)Die Brigitte Diät basiert auf einer kalorienreduzierten Mischkost. Bereits seit 1969 als Frauenzeitschrift existierend werden Rezepte für Fleischliebhaber, aber auch für Vegetarier, Berufstätige oder Hausfrauen angeboten.

Bei der Brigitte Diät dürfen 1200 Kalorien und 40 g Fett am Tag aufgenommen werden. Männer dürfen bis 300 Kalorien täglich mehr verzehren. Auf dem Speisplan stehen Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und kleine Snacks. Diese dürfen auf Wunsch variiert werden. Des Weiteren steht ein Bewegungsprogramm an oberster Stelle, es darf zwischen Treppen steigen, gezieltem Muskelaufbau oder Ausdauersport entschieden werden.

Bei der Brigitte Diät wird auf die Stundenformel, Kalorienbremse, Energiedichte und den Fatburner-Kick Wert gelegt. Zwischen den Mahlzeiten sollen vier Stunden Pause liegen, damit der Stoffwechsel in dieser Ruhephase Fett verbrennen kann. Slow Carbs, langsame Kohlenhydrate, sollen ein langes Sättigungsgefühl hervorrufen und Heißhungerattacken verhindern. Sie sind fettarm, haben kaum Kalorien und verlangsamen die Verdauung.

Bei der Brigitte Diät dürfen hauptsächlich Nahrungsmittel mit einer geringen Energiedichte aufgenommen werden. Das sind z.B. Gemüse, Obstsorten oder mageres Fleisch. Je wasserreicher ein Lebensmittel ist, desto weniger Energie enthält es. Der Fatburner-Kick soll dadurch ausgelöst werden, dass am Abend vorwiegend Eiweißhaltiges gegessen wird. Eiweiß unterstützt den Körper bei der Fettverbrennung.

Vorteile: Da die Brigitte Diät im Einklang mit den Diät-Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) steht, ist der Abnehmwillige mit dieser Art der Diät gut beraten. Anhand detaillierter Speisepläne, die alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine enthalten, kann mit einem zusätzlichen Sportprogramm eine dauerhafte Ernährungsumstellung gelingen. Außerdem sind die Tagespläne alltagstauglich und unkompliziert. Selbst der Griff zum Stück Schokolade ist erlaubt, kein Lebensmittel ist verboten.

Nachteile: Die geringe Kalorienzufuhr hilft beim Abnehmen, kann nach Beendigung der Diät aber den Jo-Jo-Effekt begünstigen, wenn man die Kalorienmenge wieder erhöht.





4. Dukan Diät

Diätkost und FitnessgeräteDie Dukan Diät ist in den 1970er Jahren von dem französischen Ernährungsmediziner Pierre Dukan entwickelt worden und zählt zu den bekanntesten Trend-Diäten. Basierend auf drei Prinzipien werden bei dieser Ernährungsform wenig Kalorien, kaum Kohlenhydrate und Fette zu sich genommen. Die Dukan Diät ähnelt der klassischen Low-Carb-Diät, bei der ebenfalls wenig Kohlenhydrate verzehrt werden dürfen. Unterschiede finden sich im Verzicht fettreicher Lebensmittel sowie dem Kalorienzählen.

In vier Phasen unterteilt dürfen bei der Dukan Diät 100 Lebensmittel in unbegrenzter Menge miteinander kombiniert werden und sollen Abnehmwilligen zur Gewichtsabnahme und einer gesünderen Lebensweise verhelfen. Idealerweise ergänzt man die Diät mit einem täglichen Lauftraining von 20 bis 30 Minuten.

Zunächst wird mit zwei Phasen zum Abnehmen begonnen. In der Angriffsphase dürfen 72 proteinhaltige Lebensmittel wie z.B. mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, pflanzliche Proteine, Eier, Milchprodukte oder Meeresfrüchte verzehrt werden. Aber auch Haferkleie steht in der Anfangsphase auf dem Speiseplan, um Hungerattacken vorzubeugen. Zucker, Gemüse und Obst dürfen in dieser ersten Phase nicht gegessen werden. Diese Phase dauert nur ein paar Tage (ein bis maximal zehn Tage) und dient einer schnellen Gewichtsreduktion. In der Aufbauphase soll das Wunschgewicht mit zusätzlichen 28 Gemüsesorten wie z.B. Radieschen, Paprika, Spargel, Kohl, Salate, Tomaten oder Gurken, die täglich mit dem Eiweißtag wechseln, erreicht werden. Außerdem wird die Haferkleie auf zwei Esslöffel pro Tag erhöht. Die Dauer der Aufbauphase kann je nach Zielgewicht variieren.

In der Konsolidierungsphase, die zehn Tage pro abgenommenes Kilo dauert, sind 100 Lebensmittel in beliebiger Kombination erlaubt, zwei Mal die Woche ist sogar ein Schlemmertag einkalkuliert. In der dritten Phase geht es darum, das erreichte Gewicht zu halten, obwohl eine Portion Obst und zwei Scheiben Vollkornbot mit 40 Gramm Käse am Tag hinzu gegessen werden dürfen. Die Stabilisierungsphase kehrt zu dem normalen Speisplan zurück. Der unerwünschte Jo-Jo-Effekt soll durch drei Regeln verhindert werden: eine halbe Stunde Bewegung und drei Esslöffel Haferkleie täglich und ein Proteintag in der Woche.

Vorteile: Mechanismen wie schnelles Abnehmen und das Nachsorgeprogramm der vierten Phase verhelfen Abnehmwilligen mit der Dukan Diät zum Erfolg. Während der Diätphase dürfen in unbegrenzter Menge die vorgegebenen Lebensmittel gegessen werden, das Kalorienzählen fällt weg. Dadurch lässt sich diese Diät besser durchhalten. Durch die eiweißreiche Kost zu Beginn ist ein rascher Erfolg durch den schnellen Gewichtsverlust sichtbar. In der vierten Phase darf wieder alles verzehrt werden. Der Proteintag ist ein willkommener Anfang zur Ernährungsumstellung, der sich eventuell auf mehrere Tage ausweiten könnte, so die Theorie Dukans.

Nachteile: Ernährungswissenschaftler kritisieren die extreme proteinhaltige Nahrungsaufnahme während der ersten Phase. Der Körper baut die Aminosäuren zu Harnstoff ab und scheidet diesen über die Nieren aus. Bei dem Überangebot an Eiweiß sollen nicht alle Abbauprodukte aus dem Blut gefiltert und mit dem Urin ausgeschieden werden können. Mindestens zwei Liter pro Tag sollten daher unbedingt zur Dukan Diät getrunken werden. Für Sportler ist die Dukan Diät weniger interessant, da Kohlenhydrate, die für eine hohe Leistungsfähigkeit und Konzentration wichtig sind, in der Schonkost nicht vorkommen. Eine dauerhafte Anwendung der Dukan Diät ist nicht empfehlenswert, da sie zu einseitig ist.





5. Eiweißdiät

Zu den bekanntesten Eiweißdiäten gehören die Atkins Diät und die Low-Carb-Diät. Es wird dem Körper hauptsächlich eiweißhaltige Nahrung zugeführt. Durch die zwangsläufig kohlenhydratarme Nahrung muss der Körper auf das gespeicherte Glykogen zurückgreifen, welches mit Wasser als Depot gespeichert ist. In den ersten Tagen einer Eiweißdiät verliert der Organismus deshalb zunächst sehr viel Wasser.

Die Eiweißdiät ermöglicht einen raschen Fettabbau und den Aufbau und Erhalt von Muskeln. Dazu benötigt der Körper jedoch genügend B-Vitamine und genügend Flüssigkeit. B-Vitamine sind u.a. in Blattgemüse, Hülsenfrüchten oder Keimen enthalten. Da eiweißhaltige Lebensmittel lange sättigen, kommt es bei einer Eiweißdiät kaum zu Heißhungerattacken. Die Gerichte bestehen vorwiegend aus Fisch, fettarmen Fleisch, Milch, Quark, Joghurt, Käse. Aber auch Salat, Nüsse, Fette, Öle, Obstsorten und Gemüse sind erlaubt. Um die biologische Wertigkeit zu steigern, eignet sich eine sinnvolle Kombination von tierischen und pflanzlichen Eiweißen wie z.B. Kartoffeln und Ei, Hirse mit Sojaprodukten.

Vorteile: Eine eiweißhaltige Nahrung ist zum Abnehmen gut geeignet, da zum einen Muskelabbau verhindert wird und zum anderen Heißhungerattacken entgegengesteuert werden kann.

Nachteile: Es können sich mögliche Vitamin- und Mineralstoffmangelerscheinungen einstellen. Da im tierischen Eiweiß viele Purine und Cholesterin enthalten sind, können Gicht bzw. Herz-Kreislauf-Beschwerden begünstigt werden. Eventuelle Müdigkeitserscheinungen, Konzentrationsstörungen oder Stimmungsschwankungen sind durch die extrem kohlenhydratarme Ernährungsform ebenfalls zu erwarten, da das Gehirn mindestens 120 g Glucose benötigt, um leistungsfähig zu bleiben. Für Menschen mit vorgeschädigten Nieren ist eine Eiweißdiät nicht empfehlenswert, da sie während der Diät vermehrt Proteinabbauprodukte ausscheidet.





6. Formula-Diät

Shake (Quelle: Shutterstock/Deymos Photo)Bei einer Formula Diät werden 1 bis 5 Mahlzeiten durch einen Shake ersetzt, um dadurch einen Großteil an Nahrungskalorien einzusparen. Die speziell als Mahlzeitenersatz entwickelten Diätshakes beinhalten Vitamine, Mineralstoffe und andere wichtige Nährstoffe in ausreichender Menge, um den Körper trotz extremer Nahrungseinschränkung gut zu versorgen.

Meist werden Formula Diäten eingesetzt, um einen möglichst schnellen Gewichtsverlust zu erreichen. Durch das Ersetzen aller Mahlzeiten werden häufig nur noch um die 1000 Kalorien zugeführt und eine Gewichtsabnahme erfolgt innerhalb kürzester Zeit. Empfohlen wird jedoch, nur 1 bis 2 Mahlzeiten täglich durch Shakes zu ersetzen und gleichzeitig eine Ernährungsumstellung durchzuführen. Die Pfunde purzeln dann zwar etwas weniger schnell, jedoch ist die Chance darauf, das anschließende Gewicht auch tatsächlich dauerhaft zu halten, sehr viel größer.

Vorteile: Zu Beginn einer Formula Diät erfolgt durch die rapide Kalorieneinschränkung meist ein schneller Gewichtsverlust. Für viele ist das sehr motivierend und verleiht weiteres Durchhaltevermögen. Durch die zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe wird einer Mangelernährung vorgebeugt, allerdings muss beim Kauf unbedingt drauf geachtet werden, dass der Shake der Deutschen Diätverordnung entspricht.

Vielen sagt außerdem die einfache und praktische Zubereitung der Diät Shakes zu. Das Pulver wird lediglich mit Wasser oder Milch vermischt, was sich sowohl auf der Arbeit als auch unterwegs ganz einfach durchführen lässt. Auch entfällt lästiges Kalorienzählen, denn durch die Shakes ist die tägliche Energiezufuhr fest geregelt.

Nachteile: Werden bei einer Formula Diät alle Mahlzeiten durch einen Shake ersetzt, tritt häufig ein Jojo-Effekt auf, denn der Körper lagert nach Radikal-Kuren häufig vermehrt Fett ein. Zudem klagen viele über den eintönigen Geschmack der Shakes nach einiger Zeit, wodurch wiederum der Heißhunger geschürt wird.

Durch den geringen Ballaststoffgehalt in den Shakes treten außerdem bei einigen Verdauungsbeschwerden auf. Das ist noch ein weiterer Grund, dass bei Formula Diäten möglichst nicht längerfristig alle Mahlzeiten durch Shakes ersetzt werden sollten. 1 bis 2 Hauptmahlzeiten können durchaus über gesunde und nährstoffreiche Lebensmittel aufgenommen werden.





7. Hollywood Diät

Die Hollywood Diät gehört zu den Low-Carb-Diäten. Sie funktioniert nach dem Prinzip der Trennkost in Kombination mit einem Sportprogramm und der Hormongabe HCG.

Die Hollywood Diät ist in den 50iger Jahren von dem englischen Arzt Albert Simeons entwickelt worden. Dabei bekamen Abnehmwillige das Hormon HCG (Humanes Choriongonadotropin) initiiert. Das Schwangerschaftshormon bildet sich in den ersten Wochen einer Schwangerschaft im weiblichen Körper. Es stimuliert die Schleimhautzellen der Gebärmutter, damit sich das befruchtete Ei einnisten kann. Das Hormon HCG soll unterstützend zur Diät Hungergefühle unterdrücken und Fettpolster reduzieren. In Deutschland sind HCG-Produkte jedoch nicht zugelassen. Eine gewichtsreduzierende bzw. appetitzügelnde Wirkung ist nicht nachgewiesen.

500 bis maximal 1000 Kalorien am Tag sind erlaubt. Auf dem Speiseplan stehen Meeresfrüchte, mageres Fleisch, exotische Früchte und Mineralwasser.

Vorteile: Die Hollywood Diät bietet sich für stark Übergewichtige an, die unter ärztlicher Aufsicht für kurze Zeit massiv an Gewicht reduzieren wollen. Durch die kleine Auswahl an Lebensmitteln ist die Zubereitung sehr einfach.

Nachteile: Das Prinzip der Hollywood Diät ist inzwischen widerlegt und erinnert eher an eine Hungerkur, das Hormon HCG dient dabei vermutlich als Placebo-Effekt. Die Ernährungswissenschaft zählt Brot, Kartoffeln oder Reis nicht mehr zu den Dickmackern. Wer zu schnell abnimmt, muss mit Nebenwirkungen und Mangelerscheinungen rechnen. Da durch die Gewichtsabnahme viel Harnsäure freigesetzt wird, können Gichtanfälle, Steinbildung oder Herzrhythmusbeschwerden auftreten. Außerdem können Müdigkeit, Kopfschmerzen bzw. Konzentrationsschwächen auftreten. Da die aufgenommene Energiemenge sehr gering ist, schürt das den Heißhunger und somit den Jo-Jo-Effekt.





8. Kohlsuppendiät

Die Kohlsuppendiät basiert auf der Annahme, dass nach dem Verzehr von Kohlsuppe durch die Verdauungsprozesse mehr Energie verbrannt wird, als die Kohlsuppe selbst liefert. Daher soll in dieser Diätform hauptsächlich Kohlsuppe verzehrt werden und nur wenig andere Lebensmittel sind erlaubt.

Kohl (Quelle: Shutterstock/Jana Behr)Bereits ein leichtes Hungergefühl soll sofort mit einem Teller Kohlsuppe eingedämmt werden, um den Appetit zu vermindern und so wenig Kalorien wie möglich aufzunehmen. Über die Menge darf frei entschieden werden.

Vorteile: Bei der Kohlsuppendiät müssen keine Kalorien gezählt werden und folglich wird auch nicht gehungert, denn die Kohlsuppe ist in unbegrenzter Menge erlaubt. Sie ist sehr kalorienarm und enthält nur wenig Fett. Da der Kohl äußerst ballaststoffreich ist, hält die Suppe trotzdem verhältnismäßig lange satt.

Nachteile: Die Annahme, dass die Energie für den Verdauungsaufwand für Kohlsuppe höher ist, als sie an Kalorien liefert, kann so nicht bestätigt werden. Hinzu kommt, dass die Kohlsuppendiät extrem einseitig ist, weshalb es schnell zu einer Mangelernährung kommen kann. Neben wenig Vitaminen und Mineralstoffen ist auch kaum Eiweiß enthalten, was unter anderem zu einem Abbau an Muskelmasse führen kann. Denn Eiweiß (Protein) ist für den Erhalt von Muskelmasse wichtig.

Häufig treten auch Probleme durch den blähenden Effekt des Kohls auf und die Verdauung wird beeinträchtigt. Der Geschmack der Kohlsuppe wird zudem schnell eintönig und meist meldet sich schon nach kurzer Zeit der Heißhunger auf andere Speisen.

Nach Beendung einer Kohlsuppendiät ist ein Jojo-Effekt nicht selten, denn die rapide Umstellung auf normale Kost führt häufig zu einer schnellen Gewichtszunahme.





9. LOGI-Methode

Die LOGI-Methode bezeichnet eine Ernährungsform, bei der der Blutzucker durch eine bestimmte Lebensmittelauswahl möglichst auf einem konstanten Niveau gehalten wird. LOGI ist die Abkürzung für Low Glycamic and Insulinemic, denn ein möglichst niedriger Blutzucker- und Insulinspiegel wird angestrebt. Erreicht wird das durch den Verzehr von Lebensmitteln mit einer möglichst niedrigen Glykämischen Last (GL).Miniatur-Jogger auf Maßband (Quelle: Shutterstock/Amy Walters)

Bei vielen Diäten (z.B. GLYX Diät) wird lediglich der Glykämische Index (GI) der Lebensmittel berücksichtigt, was der Erfinder der LOGI-Methode Nicolai Worm kritisiert. Der Glykämische Index gibt an, wie schnell und stark ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Je höher der Glykämische Index, desto schneller und stärker ist der darauf folgende Blutzuckeranstieg.

Das Problem dabei ist nur, dass beim Glykämischen Index nicht die Blutzuckerreaktion auf 100 g eines Lebensmittels gemessen wird, sondern auf 100 g Kohlenhydrate in diesem Lebensmittel. Möhren und Baguette haben beispielsweise beide einen identischen Glykämischen Index von 70. Um jedoch eine Menge von 50 g Kohlenhydraten aufzunehmen, müssen 700 g Möhren verzehrt werden, jedoch nur ca. 200 g Baguette. Bei der Glykämischen Last hingegen wird zudem auch der Kohlenhydratgehalt der einzelnen Lebensmittel berücksichtigt.

Beachtet man die Glykämische Last der Lebensmittel, ergibt sich ebenfalls eine eiweißreiche und kohlenhydratarme Ernährungsweise. Bei der LOGI-Methode sollte jedoch auch täglich ausreichend Obst und Gemüse verzehrt werden (fünf Portionen am Tag). Zudem spielt die Fettqualität eine Rolle und Lebensmittel mit gesunden Omega-3-Fettsäuren werden bevorzugt. Auch Vollkornprodukte in Maßen sind erlaubt.

Vorteile: Vorteilhaft in der LOGI-Ernährung ist, dass kein völliger Verzicht von Kohlenhydrate vorgeschrieben ist. Heißhunger soll zudem durch den konstanten Blutzuckerspiegel verhindert werden und eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wird durch den Verzehr von viel Obst und Gemüse gewährleistet.

Außerdem wird auf die Fettqualität der Lebensmittel geachtet, sodass nicht zu viele gesättigte Fettsäuren aufgenommen werden, sondern hauptsächlich gutes Fett durch viel Fisch, gesunde Öle und Nüsse.

Nachteile: Auch bei der LOGI-Methode wird viel Fleisch verzehrt, weshalb sie für Vegetarier in der Regel nicht in Frage kommt. Hinzu kommen die Nachteile einer fleischreichen Kost, wie beispielsweise der Kostenfaktor bei bewusstem Fleischeinkauf und damit verbunden die Kritikpunkte beim Verzehr von Billig-Fleisch.

Außerdem erfordert die LOGI-Methode eine Menge Ernährungswissen, denn die Glykämische Last von Lebensmitteln muss eingeschätzt werden. Studien konnten bisher nicht eindeutig belegen, dass der Glykämische Index bzw. die Glykämische Last tatsächlich Einfluss auf die Gewichtsreduktion hat.





10. Low-Fat-Diät

MüsliBei der Low-Fat-Diät geht es hauptsächlich darum, den Fettanteil in der Nahrung einzuschränken. Die Ernährung wird so umgestellt, dass möglichst nur fettarme Lebensmittel verzehrt werden und die täglich aufgenommene Energiemenge aus Fett bei maximal 10 bis 20 % liegt.

Die Low-Fat-Diät basiert auf der Überlegung, dass Fett im Gegensatz zu den übrigen Energielieferanten am meisten Kalorien liefert. Mit 9,3 kcal pro Gramm ist Fett deutlich energiereicher als Kohlenhydrate und Eiweiß mit jeweils nur 4,1 kcal pro Gramm.

Daher wird in der Low-Fat-Diät darauf geachtet, die tägliche Energiezufuhr durch die Einsparung von Fett zu reduzieren. Fettreiches wie z.B. Fast Food, Wurstwaren, Paniertes oder Frittiertes sind tabu. Kohlenhydrate hingegen sind erlaubt, das heißt auch Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln dürfen täglich auf dem Speiseplan stehen.

Vorteile: Eine Low-Fat-Diät lässt sich relativ einfach in den Alltag integrieren, da die meisten sich ohnehin eher reich an Kohlenhydraten ernähren. Sättigungsbeilagen wie Brot, Nudeln und Kartoffeln stehen bei vielen ohnehin täglich auf dem Speiseplan und dürfen während der Diät auch weiterhin verzehrt werden. Das schnelle Brötchen zwischendurch muss nicht wegfallen und wird dann lediglich mit fettarmem Aufschnitt anstatt mit Butter und Käse genossen. Auch Obst ist erlaubt, wodurch viele Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden.

Nachteile: Fett ist ein Geschmacksträger, weshalb eine Low-Fat-Ernährung für viele häufig fade und langweilig erscheint. Die Lebensmittelhersteller locken mit Light-Produkten wie fettreduzierte Salami und Magermilchprodukte, die meist allerdings auch weniger gut schmecken. Zudem sind diese Produkte auch nicht immer wirklich kalorienarm, worauf unbedingt geachtet werden sollte.

Kritiker der Low-Fat-Diät führen außerdem an, dass ein hoher Kohlenhydratkonsum den Blutzucker und damit auch Insulinspiegel stark ansteigen lässt, was sich auf Dauer nicht nur negativ auf die Gesundheit auswirken kann, sondern auch das Hungergefühl verstärkt.





11. Trennkost

Die Ernährungsmethode Trennkost wurde bereits 1907 von dem New Yorker Arzt Howard Hay entwickelt. In Deutschland hat die Trennkost-Ernährung in den 30er Jahren durch Dr. Ludwig Walb Einzug gehalten. Durch die spezielle Ernährungsform soll die Verdauung optimiert werden, der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht erhalten bzw. Übergewicht, Diabetes Typ II oder andere Volkskrankheiten verhindert werden.

Das Prinzip der Trennkost basiert auf den getrennten Verzehr von Kohlenhydraten und Eiweißen. Diese dürfen mit neutralen Lebensmitteln wie z.B. Gemüse, Salat, Milchprodukten, Quark, Fisch, Samen und Nüssen, Früchten oder Wasser kombiniert werden. Es ist kein Lebensmittel verboten, der Konsument muss lediglich auf die Zusammensetzung der Gerichte und auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt achten. Die täglichen Mahlzeiten sollen zu einem Viertel aus säurebildenden und zu drei Vierteln aus basenbildenden Lebensmitteln bestehen.

Durch falsche Ernährung kann der Körper übersäuern, es können u.a. Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Gicht oder Arthrose entstehen. Durch die Trennkost-Ernährung kann der Körper entschlackt werden, der Fettstoffwechsel wird angeregt, Übergewicht reduziert, das Immunsystem und die Leistungsfähigkeit gestärkt.

Vorteile: Getrennt verzehrte Lebensmittel haben gesundheitlich positive Aspekte, es ergeben sich durch die Trennkost fettarme und kalorienarme Gerichte. Dies kann wiederum die Blutfettwerte senken, Herz-Kreislauf-Probleme minimieren bzw. das Übergewicht reduzieren.

Nachteile: Das Prinzip der Trennkost ist nach neuesten Erkenntnissen widerlegt, denn der Körper ist in der Lage, überschüssige Säuren mit bestimmten Puffersystemen zu neutralisieren oder auszuscheiden. Die Zuordnung von Früchten zu eiweißhaltigen Lebensmitteln ist nicht nachvollziehbar, Joghurt, Quark oder Frischkäse zählen außerdem zu den neutralen Nahrungsmitteln. Da bei der Trennkost viel Obst und Gemüse verzehrt wird, kann sich der Abnehmerfolg auch ohne getrennte Auswahl einstellen, da die ausgewählten Lebensmittel an sich schon wenig Kalorien bzw. Fette enthalten.





12. Weight Watchers

Waage in ApfelDas 1963 von Jean Nidetch entwickelte Prinzip Weight Watchers ist als Diätkonzept für Übergewichtige mit einem BMI von 25-35 geeignet. Dabei bekommt jedes Lebensmittel ProPoints, die nach den Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettgehalten errechnet sind.

Insgesamt sind etwa 38.000 Lebensmittel im Weight Watchers Lebensmittelführer mit den entsprechenden Punkten notiert, darunter auch viele Lebensmittel, die im Discounter erhältlich sind. Jedes Lebensmittel ist aufzuschreiben, ein Tages-und Wochenplan mit einer bestimmten Anzahl von ProPoints ist einzuhalten. Diese werden nach der Körpergröße, Gewicht, Alter und Geschlecht individuell errechnet.

Bei der Weight Watchers Diät gibt es keine verbotenen oder vorgeschriebenen Lebensmittel. Ziel soll es sein, mit Lebensmitteln umgehen zu lernen und ein alltagstaugliches Modell zu schaffen, indem man langfristig eine gesunde Ernährungsform beibehält. Weiterhin können durch Bewegungseinheiten zusätzliche Punkte erarbeitet werden. Zur Diät gehört auch ein wöchentliches Treffen in einer Gruppe, in der Erfahrungswerte weitergegen, Bewegungsverhalten und Vorgehensweisen besprochen werden.

Vorteile: Durch Weight Watchers kann langfristig durch den Verzehr einer gesunden, flexibel gestaltbaren und ausgewogenen Mischkost Gewicht reduziert werden. Die Treffen in der Gruppe können Ansporn geben, man findet Gleichgesinnte, die ihre Erfahrungen und hilfreiche Tipps weitergeben.

Nachteile: Weight Watchers ist ein Marketingunternehmen, welches mit einem Mitgliedsbeitrag von 39,95 Euro im Monat und selbst entwickelten Lebensmitteln Gewinn macht. Mit Abnehmwilligen wird somit Geld verdient. In den Gruppengesprächen sind mit geschulten Laien keine Fachkräfte vor Ort, die auf spezielle ernährungsphysiologische Fragen Antworten geben könnten.





13. Body Attack Fazit

Der Begriff Diät schließt im Normalfall immer eine zeitliche Begrenzung ein, was bereits der erste Kritikpunkt an allen oben aufgeführten Diäten ist. Für eine dauerhafte Gewichtsreduktion ist auch eine dauerhafte Ernährungsumstellung notwendig, um den Verlust der Kilos tatsächlich auch halten zu können. Andernfalls ist es im Prinzip egal, welche Diät nun durchgeführt wird, gestaltet man die Ernährung anschließend genau wie vorher, ist es nicht verwunderlich, wenn die Fettpölsterchen schon nach kurzer Zeit wieder an Ort und Stelle sind.

Um allerdings zu Beginn eine schnelle Gewichtsabnahme zu erreichen, ist eine Diät durchaus sinnvoll, die jedoch anschließend in eine langfristige Änderung der Essgewohnheiten übergehen sollte.

Wie oben anhand der Diätbeispiele aufgeführt, hat jede Diät ihre Vor- und Nachteile und folglich gibt es auch nicht „die“ ultimative Diät. Menschen sind Individuen, was sich auch in der Ernährung sprich ihren Vorlieben und Abneigungen bezüglich Lebensmittel widerspiegelt. Fest steht, dass es bei jeder Diät auf die Energiebilanz ankommt. Bekommt der Körper weniger Energie zugeführt, als er benötigt, muss er automatisch auf die Reserven im Körper zurückgreifen und baut nach und nach überschüssiges Fett ab.

Mit welcher Diätform das am besten klappt und auch das Durchhaltevermögen nicht nachlässt, muss jeder selbst ausprobieren. Wichtig dabei ist nur, unbedingt einer Mangelernährung vorzubeugen und Radikal-Kuren sowie extrem einseitige Ernährungsweisen zu vermeiden. Übergangsweise kann auch auf Vitamin- und Mineralstoffergänzungen zurückgegriffen werden, um einer unzureichende Aufnahme vorzubeugen.


Bildquelle: Shutterstock (oleandra/Gts/Amy Walters/Urheberrecht: I T A L O/Jana Behr/Deymos Photo/Ariwasabi/Gts/Madlen)